Sünden der Heiden. NöMe
in schändliche Lüste. Denn ihre * Weiber habenverwandelt den natürlichen Gebrauch in den un-natürlichen. * 3 Mos. 18, 23 . Eph. 6 , 12. Jud. v. 10.
27. Desselben gleichen auch die Männer habenverlassen den natürlichen Gebrauch des Weibes,und sind an einander erhitzt in ihren Lüften, undhaben ' Mann mit Mann Schande getrieben,und den Lohn ihres Jrrthums (wie es dennseyn sollte) an ihnen selbst empfangen.
* 3 Mos. 20/ 13 . 1 Cor. 6 . 9 .
28. Und gleichwie ste nicht geachtet haben, daßsie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn/ zu thun, das nichttaugt.
29. Voll alles Ungerechten, Hurerey, Schalk-heit, Geitzes, Bosheit, voll Hasses, Mords,Haders, List, giftig, Ohrenbläser,
30. Verleumder, Gottesverächter, Freveler,Hoffärtige, Ruhmräthige, Schädliche, den El-tern Ungehorsame,
31. Unvernünftige, Treulose, Störrige, Un-versöhnliche , Unbarmherzige,
32. Die Gottes Gerechtigkeit wissen, (daß,die solches thun, des Todes würdig sind) thunste es nicht allein, sondern haben auch * Gefallenan denen, die es thun. * H»s. 7,2.3.
Das 2. Capitel.
Die Huden sind sowohl Sünder, als die Heiden, ob sie sich gleich desGesetzes Mosis und der Beschneidung rühmen.
1. Aarum, 0 Mensch, kannst du dich nicht^ entschuldigen, wer du bist, der da rich-tet : denn * worinnen du einen andern richtest,verdammest du dich selbst; stntemahl du ebendasselbige thust, das du richtest.
* Matth. 7 , 2. Mare. 4 , 21 . Luc. 6 , 38 .
2. Denn wir wissen, daß Gottes Urtheil istrecht über die, so solches thun.
3. Denkest du aber, o Mensch, der du rich-test die, so solches thun, und thust auch dassel-bige, daß du dem Urtheil Gottes entrinnenwerdest?
2,. Oder verachtest du den Reichthum seinerGüte, * Geduld und Langmüthigkeit? Weißtdu nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet?
* 2 Per. 3 , 9 . 13 .
5. Du aber nach deinem verstockten und unbuß-fertigen Herzen häufest dir selbst den Zorn, aufden Tag des Zorns und der Offenbarung desgerechten Gerichts Gottes,
6. Welcher * geben wird einem Jeglichennach seinen Werken. * Ps. 02,13. Esaj. 40,10.
c. 62 , 11. Jcr. 17 , 10. Matth. 16, 27. 1 Cor. 3 , 8 .
Off. 2, 23. c. 22, 12. .
r 1. 2. Juden sind auch Sünder. 167
7. Nähmlich Preis, und Ehre, und unver-gängliches Wesen, denen, die mit Geduld inguten Werken trachten nach dem ewigen Leben;
8. Aber denen, die da zänkisch sind, und derWahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber demUngerechten, Ungnade und Zorn;
s. Trübsal und Angst über alle Seelen derMenschen, die da Böses thun, vornehmlich ' derJuden und auch der Griechen ; ' c. 3,9.
10. Preis aber, und Ehre, und Friede, ullendenen, die da Gutes thun, vornehmlich den Ju-den und auch den Griechen.
11. Denn * es ist kein Ansehen der Per-son Vor Gott. *Gcsch.io,34.
12. Welche ohne Gesetz gesündiget haben, diewerden auch ohne Gesetz verloren werden; undwelche am Gesetz gesündiget haben, die werdendurch das Gesetz verurtheilt werden:
13. Siutemahl vor Gott, nicht die das Gesetz
hören, gerecht sind; sondern ' die das Gesetz thun,werden gerecht seyn. * 1 s°h- 3,7.
1^. Denn so die Heiden, die das Gesetz nichthaben, und doch von Natur thun des GesetzesWerk, dieselbigen, dieweil sie das Gesetz nichthaben, sind sie ihnen selbst ein Gesetz;
15. Damit, daß siebeweisen, des Gesetzes Werksey beschrieben in ihren Herzen, stntemahl ihrGewissen sie bezeuget, dazu auch die Gedanken,die sich unter einander verklagen oder entschul-digen,
16. Auf den Tag, da Gott das Verborgeneder Menschen durch Jesum Christ richten wird,laut meines Evangelii.
17. Siehe aber zu, du heissest ein Jude, undverkästest dich auf das Gesetz, und rühmest dichGottes,
18. Und weißt seinen Willen; und weil du ausdem Gesetz unterrichtet bist, prüfest du, wasdas Beste zu thun sey;
19. Und vermissest dich zu seyn ein ' Leiterder Blinden, ein Licht derer, die in Finsterniß
sind, * Maith. 13/ 14. Luc. 6, 39-
20. Ein Züchtiger der Lhörichten, ein Lehrerder Einfältigen, hast die Form, was zu wissenund recht ist im Gesetz.
21. Nun * lehrest du Andere, und lehrest dichselbst nicht. Du predigest, man solle nicht steh-len, und du stiehlst. * Mmh. 23,4.
22. Du sprichst, man solle nicht ehebrechen,und du brachst die Ehe. Dir gräuelr vor denGötzen, und raubest Gott, was sein ist.