464 Pauli Schiffbruch, Apostelgeschichte 27 . 28 . Otter an seiner Hand.
siehe, Gott hat dir geschenket alle, die mit dirschiffen. * c. 23/ ii.
25. Darum, lieben Männer, seyd unverzagt;denn ich glaube Gott, es wird also geschehen,wie mir gesagt ist.
26. Wir * müßen aber anfahren an eine Insel.
* c. 28 / i.
27 . Da aber die vierzehnte Nacht kam, undwir in Adria fuhren um die Mitternacht, wähn-ten die Schiffleute, sie kämen etwa an ein Land.
28. Und sie senkten den Bleywurf ein, undfanden zwanzig Klafter tief, und über ein wenigvon dannen senkten sie abermahl, und fandenfünfzehn Klafter.
29. Da fürchteten sie sich, sie würden an harteOerter anftosien, und warfen hinten vom Schiffvier Anker, und wünschten, daß es Tag würde.
Zo. Da aber die Schiffleute die Flucht suchtenaus dem Schiff, und den Kahn niederließen indas Meer, und gaben vor, sie wollten die Ankervorne aus dem Schiff lassen;
3 1. Sprach Paulus zu dem Unterhauptmann,und zu den Kriegsknechten: Wenn diese nichtim Schiff bleiben, so könnet ihr nicht beymLeben bleiben.
32. Da hieben die Kriegsknechte die Strickeab von dem Kahn, und ließen ihn fallen.
33 . Und da es ansing licht zu werden, ermah-nete sie Paulus alle, daß sie Speise nähmen,und sprach: Es ist heute der * vierzehnte Tag,daß ihr wartet und ungegessen geblieben seyd,und habt nichts zu euch genommen. * ». 27 .
3^. Darum ermahne ich euch, Speise zu neh-men, euch zu laben; denn es wird euer keinem* ein Haar von dem Haupt entfallen.
* Match. 1 »/ 3 o. Luc. 21/ 18.
35 . Und da er das gesagt, nahm ' er das Brot,dankte Gott vor ihnen allen, und brach es,und sing an zu essen. * c. 2 / 42 .46. c. 20 / 7 . 11 .
36. Da wurden sie alle gutes Muths, undnahmen auch Speise.
37. Unser waren aber alle zusammen im Schiffzwey hundert und sechs und siebenzig * Seelen.
* c. 2/ 41. c. 7/ 14.
38 . Und da sie satt geworden, erleichterten siedas Schiff, und warfen das Getreide in dasMeer.
39. Da es aber Tag ward, kannten sie dasLand nicht, einer Anfurr aber wurden sie gewahr,die hatte ein Ufer; da hinan wollten sie das Schifftreiben, wo es möglich wäre.
2,0. Und da sie die Anker aufgehoben, ließen sie
sich dem Meer, und löseten die Ruderbande auf,und richteten den Segelbaum nach dem Winde,und trachteten nach dem Ufer.
^1. Und da wir fuhren an einen Ort, derauf beyden Seiten Meer hatte, * stieß sich dasSchiff an, und das Vordertheil blieb fest stehenunbeweglich, aber das Hintertheil zerbrach vonder Gewalt der Wellen. * ME. »/ 24. 2 Kor. 11/ 23.
^2. Die Kriegsknechte aber hatten einen Rath,die Gefangenen zu tödten, daß nicht Jemand,so heraus schwömme, entflöhe.
2,3. Aber der Unterhauptmann wollte Paulumerhalten, und wehrete ihrem Vornehmen, undhieß, die da schwimmen konnten, sich zuerst indas Meer lassen, und entgehen an das Land;
Die andern aber, etliche auf den Brettern,etliche auf dem, das vom Schiff war. Undalso geschah es, daß sie ' alle erhalten zu Landekamen. * v. 24.23.
Das 28. Capitel.
Pauli Wunderwerk in der Insel Melite; Ankunft zu Rom.
Htnd da wir * auskamen, erfuhren wir, daß^ die Insel Melite hieß. ' c. 27/ 26.
2. Die Leutlein aber erzeigten uns nicht geringeFreundschaft, zündeten ein Feuer an, und nahmenuns alle auf, um * des Regens, der über unsgekommen war, und um der Kälte willen.
* 2 Cor. 11 / 27.
3. Da aber Paulus einen Haufen Reiser zusam-men raffte, und legte es aufs Feuer, kam eineOtter von der Hitze, und fuhr Paulo anseineHand.
Da aber die Leutlein sahen das Thier anseiner Hand hangen, sprachen sie unter einander:Dieser Mensch muß ein Mörder seyn, welchendie Rache nicht leben läßt, ob er gleich demMeer entgangen ist.
5. Er aber * schlenkerte das Thier ins Feuer,und ihm widerfuhr nichts Nebels.
* Mar-. 16/ 18. Luc. 10/ 19.
6 . Sie aberwarteten, wenn er schwellen würde,
oder todt niederfallen. Da sie aber lange warte-ten, und sahen, daß ihm nichts Ungeheures wi-derfuhr; verwandten sie sich, und * sprachen,er wäre ein Gott. * c. 14 , n.
7. An densclbigen Oertern aber hatte der Oberstein der Insel, mit Nahmen Publius, ein Vor-werk; der nahm uns auf, und herbergte unsdrey Tage freundlich.
8 . Es geschah aber, daß der Vater Publii'amFieber und an der Ruhr lag. Zu dem ging