Ungewitter. Apostelgeschichte 26. 27. Pauli Gesicht. 163
29. Paulus aber sprach: Ich wünschte vorGott, es fehlte an viel oder an wenig, daß nichtallein du, sondern alle, die mich heute hören,solche würden, wie ich bin, ausgenommen dieseBande.
so. Und da er das gesagt, stand der Königauf, und der Landpsieger, und Bernice, und diemit ihnen saßen,
s i. Und entwichen beyseits, redeten mit einan-der, und sprachen: * Dieser Mensch hat nichtsgethan, das des Todes oder der Bande Werth sey.
' c. 23/ 9. c. 23/ 23.
32 . Agrippas aber sprach zu Festo: DieserMensch hätte können los gegeben werden, wenner sich nicht' auf den Kaiser berufen hätte.
* c. 23/ ii.
Das 27. Capitel.
Pauli gefährliche und wunderbare Schifffahrt.
1. ^a es aber beschlossen war, 'daß wir in
Welschland schiffen sollten, übergaben siePaulum und etliche andere Gefangene dem Un-terhauptmann, mit Nahmen Julio, von derkaiserlichen Schaar. *». 23 /12.
2. Da wir aber in ein Adramitisch Schifftraten, daß wir an Asiam hin schiffen sollten,fuhren wir vom Lande; und es war mit uns *Aristarchus aus Macedonia von Thessalonich;
* c. 19 , 29 . c. 20 / 4.
3. Und kamen des andern Tages an zu Sidon.Und Julius * hielt sich freundlich gegen Paulum,erlaubte ihm zu seinen guten Freunden zu gehen,und seiner zu pflegen. *c. 24,23. «. 28/16.
3. Und von dannen stießen wir ab, und schifftenunter Cypern hin, darum, daß uns die Windeentgegen waren.
5. Und schifften auf dem Meer vor Cilieiaund Pamphylia über, und kamen gen Myrain Lycia.
6 . Und daselbst fand der Unterhauptmann einSchiffvon Alexandria, das schiffte in Welschland,und lud uns darauf.
7. Da wir aber langsam schifften, und in vielenTagen kaum gegen Gnidum kamen, (denn derWind wehrete uns,) schifften wir unter Cretahin, nach der Stadt Salmone.
8 . Und zogen kaum vorüber, da kamen wiran eine Stätte, die heißt Gutfurt, dabey waruahe die Stadt Lasea.
9. Da nun viele Zeit vergangen war, und
nunmehr ' gefährlich war zu schiffen, darum,daß auch die Fasten schon vorüber war; vermah-nete sie Paulus, ' 2 Cor. 11,23.26.
10. Und sprach zu ihnen: Lieben Männer,ich sehe, daß die Schifffahrt will mit Beleidigungund großem Schaden ergehen, nicht allein derLast und des Schiffs, sondern auch unsers Lebens.
11. Aber der Unterhauptmann glaubte demSchiffherrn und dem Schiffmann mehr, denndem, das Paulus sagte.
12. Und da die Anfurt ungelegen war zuwintern, bestanden ihrer das mehrere Theil aufdem Rath, von dannen zu fahren; ob sie könntenkommen gen Phönice zu wintern, welches isteine Anfurt an Creta, gegen den Wind Südwestund Nordwest.
13. Da aber der Südwind wehete, und siemeineten, sie hätten nun ihr Vornehmen, erhobensie sich gen Affon, und fuhren an Crtta hin.
13. Nicht lange aber darnach erhob sich widerihr Vornehmen eine Windsbraut, (MndwirbM dieman nennet Nordost.
15. Und da das Schiff ergriffen ward, undkonnte sich nicht wider den Wind richten, gabenwir es dahin, und schwebten also.
16. Wir kamen aber an eine Insel, die heißtClauda; da konnten wir kaum einen Kahn ergreifen.
17. Den hoben wir auf, und brauchten derHülfe, und banden ihn unten an das Schiff,denn wir fürchteten, es möchte in die Syrienfallen, und ließen das Gefäß hinunter, undfuhren also.
18 . Und da wir großes Ungewitter erlitten hat-ten, da thaten sie des nächsten Tages einen Aus-wurf.
19. Und am dritten Tage warfen wir mit un-fern Händen aus die Bereitschaft im Schiff.
20. Da aber in vielen Tagen weder Sonnenoch Gestirn erschien, und nicht ein kleines Un-gewittcr uns zuwider war, war alle Hoffnungunsers Lebens dahin.
21. Und da man lange nicht gegessen hatte,trat Paulus ins Mittel unter sie, und sprach:Lieben Männer, man sollte mir gehorchet, undnicht von Creta aufgeb^ochen haben, und unsdieses Leidens und Schadens überhoben haben.
22. Und nun ermahne ich euch, daß ihr unver-zagt seyd; denn keines Leben aus uns wird um-kommen, ohne das Schiff.
23. Denn diese Nacht ist bey mir gestanden der'Engel Gottes, dcß ich bin, und dem ich diene,
* 1 Mos. 16 / 7.
23. Und sprach: ' Fürchte dich nicht, Paule,du mußt vor den Kaiser geftellet werden; und
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