Paulus reiset Apostelgeschichte 20 . 21 . gm Jerusalem. 155
i^. Als er nun zu uns schlug zu Asson, nahmenwir ihn zu uns, und kamen gen Mitylenen.'
15 . Und von dannen schifften wir, und kamendes andern Tages hin gen Chion; und des fol-genden Tages stießen wir an Samon, und bliebenin Trogyllion; und des nächsten Tages kamenwir gen Miletum.
16. Denn Paulus hatte beschlossen, vor Ephesoüber zu schiffen, daß er nicht müßte in Asia Zeitzubringen; denn er eilete auf den * Pfingsttagzu Jerusalem zu seyn, so es ihm möglich wäre.
* c. 21/ 4 . 12.
17. Aber von Mileto sandte er gen Ephesum,und ließ fordern die Aeltesten von der Gemeine.
18. Als aber die zu ihm kamen, sprach er zu
ihnen: * Ihr wisset, von dem ersten Tage an,da ich bin in Asiam gekommen, wie ich allezeitbin bey euch gewesen, * c. is, io.
19. Und dem Herrn gedienet mit aller Demuth,und mit vielen Thränen, und Anfechtungen,die mir sind widerfahren von den Juden, somir nachstelleten;
20. Wie ich nichts verhalten habe, das danützlich ist, daß ich euch nicht verkündiget hätte,und euch gelehret öffentlich und sonderlich;
21. Und habe bezeuget, beyde den Juden undGriechen, die * Buße zu Gott, und den Glaubenan unfern Herrn Jesum Christum.
* Marc, i/ 13. Luc. 24/ 47.
22. Und NUN siehe, ich, im Geist gebunden,
fahre hin * gen Jerusalem, weiß nicht, was mirdaselbst begegnen wird, * c-i«, 21.
23. Ohne, daß der heilige Geist in allen Städ-ten * bezeuget, und spricht: Bande und Trübsalwarten meiner daselbst. * c..§/ 16 .
22l. Aber ich * achte derer keins, ich halte meinLeben auch selbst nicht theuer, auf daß ich vollendemeinen Lauf mit Freuden, und das Amt, dasich empfangen habe von dem Herrn Jesu, zubezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes.
* c. 21/ 13.
25 . Und NUN siehe, ich weiß, daß ihr meinAngesicht nicht mehr sehen werdet, alle die,Lurch welche ich gezogen bin, und geprediget habedas Reich Gottes.
26. Darum zeuge ich euch an diesem heutigenTage, daß ich rein bin von aller Blut.
27. Denn ich habe euch nichts verhalten, daßich nicht verkündiget hätte allen' den Rath Gottes.
* Luc. 7, 30.
28. So habt nun Acht auf euch selbst, undauf die ganze Herde, unter welche euch der hei-
lige Geist gesetzet hat zu Bischöfen, zu weidendie Gemeine Gottes, welche er durch sein eige-nes Blut erworben hat.
29. Denn das weiß ich, daß nach meinem Ab-schied werden unter euch kommen * gräulicheWölfe, die der Herde nicht verschonen werden.
* Matth. 7/ 13.
30. Auch * aus euch selbst werden aufftehcnMänner, die da verkehrte Lehren reden, dieJünger an sich zu ziehen. * Ps. 10.
31. Darum seyd wacker, und*denket daran,
daß ich nicht abgelassen habe drey Jahre, Tagund Nacht einen jeglichen mit Thränen zu t ver-mahnen. * Ebr. 13/ 17. 1 -1 Thcss. 2 , 11 .
32. Und nun, lieben Brüder, ich befehle euchGott, und dem * Wort seiner Gnade, der damächtig ist, euch zu erbauen , und zu geben dasErbe, unter allen, die geheiliget werden.
* c. 14/ 3.
33 . Ich * habe euer keines Silber, noch Gold,noch Kleid begehret. *iSa„,.i2/3.
32,. Denn ihr wisset selbst, daß * mir dieseHände zu meiner Nothdurft, und derer, diemit mir gewesen sind, gedienet haben. * 1 Cor. 4 ,12.
35. Ich habe es euch alles gezeiget, daß manalso arbeiten müße, und die Schwachen aufneh-men , und gedenken an das Wort des HerrnJesu, das er gesagt hat: Geben ist seliger,denn nehmen.
36. Und als er solches gesagt, kniete er nieder,und * betheto mit ihnen allen. * c. 21/ 3 .
37. Es ward aber viel Weinens unter ihnenallen, und fielen Paulo um den Hals, undküsseten ihn,
38. Am allermeisten betrübt über dem Wort,das er sagte, sie würden * sein Angesicht nichtmehr sehen. Und geleiteten ihn in das Schiff.
* v. 23.
Das 21. Capitel.
Pauli Reise von Mileto gen Jerusalem / und was er hiebey verrichtetund ausgestanden.
1 . M 6 es nun geschah, daß wir, von ihnen" gewandt, dahin fuhren, kamen wir stracks
Laufs gen Ko, und am folgenden Tage genRhodis, und von dannen gen Pataram.
2. Und als wir ein Schiff fanden, das inPhönicien fuhr, traten wir darein, und fuhrenhin.
3. Als wir aber Cypern ansichtig wurden,ließen wir sie zur linken Hand, und schifften inSyrien, und kamen an zu Tyro; denn daselbstsollte das Schiff die Waare niederlegen.
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