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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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154
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154 Diana der Epheser. Paulus ziehet Apostelgeschichte 19 . 20 . in Macedoniam. Eutychus erweckt.

Tempel der großen Göttinn Diana wird für nichtsgeachtet/ und wird dazu ihre Majestät unter-gehen / welcher doch ganz Asm und der WeltkreisGottesdienst erzeigt.

28. Als sie das höreten/ wurden sie voll Zorns/schrien und sprachen: Groß ist die Diana derEpheser!

29. Und die ganze Stadt ward voll Getümmels.* Sie ftürmeten aber einmüthiglich zu dem Schau-platz / und ergiffen Gajum und Aristarchum ausMacedonia / Paulus Gefährten. * 2 Cor. i/

30. Da aber Paulus wollte unter das Volkgehen / ließens ihm die Jünger nicht zu.

31. Auch etliche der Obersten in Asia, die Pau-lus gute Freunde waren / sandten zu ihm / undermahneten ihn / daß er sich nicht auf den Schau-platz gäbe.

32. Etliche schrien sonst/ etliche ein Anders/und war die Gemeine irre/ und der mehrere Theilwußte nicht/ warum sie zusammen gekommenwaren.

33. Etliche aber vom Volk zogen Alexandrumhervor/ da ihn die Juden hervor stießen. Ale-xander aber ' winkte mit der Hand/ und wolltesich vor dem Volk verantworten.

* c. 12 , 17 . c. 13/ 16 . c. 21 , 4c>.

3 ^. Da sie aber innen wurden / daß er ein Judewar; erhob sich eine Stimme von alle«/ undschrien bey zwo Stunden: Groß ist die Dianader Epheser!

3Z. Da aber der Kanzler das Volk geftillethatte / sprach er: Ihr Männer von Ephesv/ wel-cher Mensch ist/ der nicht wisse/ daß die StadtEphesus sey eine Pflegerinn der großen GöttinnDiana und des himmlischen Bildes?

36. Weil nun das unwidersprechlich ist/ sosollt ihr ja stille feyn/ und nichts Unbedächtigeshandeln.

37. Ihr habt diese Menschen hergeführet/ dieweder Kirchenräuber/ noch Lästerer eurer Göt-tin« sind.

38. Hat aber Demetrius/ und die mit ihm findvom Handwerk/ zu Jemand einen Anspruch/ sohält man Gericht/ und sind Landvögte da; laßtsie sich unter einander verklagen.

39. Wollt ihr aber etwas anders handeln/ somag man es ausrichten in einer ordentlichenGemeine.

^ 0 . Denn wir stehen in der Gefahr, daß wirum dieser heutigen Empörung verklaget möchtenwerden, und doch keine Sache vorhanden ist,damit wir uns solches Aufruhrs entschuldigen

möchten. Und da er solches gesagt, ließ er dieGemeine gehen.

Das 20. Capitel.

Pauli Reise gen Troada und MiletuS. Und was er allda verrichtet.

1. (?>a nun die Empörung aufgehöret, rief^ Paulus die Jünger zu sich, und segnete

sie, und ging aus * zu reisen in Macedoniam.

* 1 Tim. 1/ 3.

2. Und da er dieselbigen Länder durchzog, undsie ermahnet hatte mit vielen Worten, kam erin Griechenland, und verzog allda drey Monathe.

3. Da aber ihm die Juden nachftelleten, alser in Syrien wollte fahren, ward er zu Rathwieder umzuwenden durch Macedoniam.

2,. Es zogen aber mit ihm bis in Asiam, So-pater von ' Beroen, von Thessalonica aber -k-Ariftarchus und Secundus, und Gams von Der-ben, und Timotheus, aus Asia aber Tychicusund Trophimus. * -. 17/10. -j- c. i?, L>.s. Diese gingen voran, und harreten unser zu* Troada. * <- ^ «.

6 . Wir aber schifften nach den Ostertagen vonPhilippen bis an den fünften Tag, und kamenzu ihnen gen Troada, und hatten da unser We-sen sieben Tage.

7. Auf einen Sabbath aber, da die Jüngerzusammen kamen das - Brot zu brechen, predigteihnen Paulus, und wollte des andern Tages aus-reisen, und verzog das Wort bis zu Mitternacht.

* v. 11 . c. 2, 42. 46. c. 27/ 33.

8 . Und es waren viele Fackeln auf dem Söller,(ob-rn Saal) da sie versammelt waren.

9. Es saß aber ein Jüngling, mit Nahmen

Eutychus, in einem Fenster, und sank in einentiefen' Schlaf, dieweil Paulus so lange redete,und ward vom Schlaf überwogen, und siel hin-unter vom dritten Söller', und ward todt auf-gehoben. * (Stockwerk)

10. Paulus aber ging hinab, und fiel * aufihn, umsieng ihn und spracht Machet kein Ge-tümmel, denn seine Seele ist in ihm.

* 1 Kon. 17/ 21 . 2 KöN. 4/ 34.

11. Da ging er hinauf, und brach das Brot,und biß an, und redete viel mit ihnen, bis derTag anbrach; und also zog er aus.

12. Sie brachten aber den Knaben lebendig,und wurden nicht wenig getröstet.

13. Wir aber zogen voran auf dem Schiff,und fuhren gen Asson, und wollten daselbstPaulum zu uns nehmen; denn er hatte es alsobefohlen, und er wollte zu Fuß gehen.