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Fußwaschen.
Der Juden Unglaube. Johannis 12. 13.
36. Glaubet an das Licht, dieweil ihr es habt,auf daß ihr des * Lichtes Kinder seyd.
* Eph. S.
37. Solches redete Jesus, und ging weg, undverbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solcheZeichen vor ihnen that, glaubten sie doch nichtan ihn;
38. Auf daß erfüllet würde der Spruch desPropheten Jesaja, den er sagt: * Herr, werglaubt unserm Predigen? Und wem ist der Armdes Herrn geoffenbaret? * Eiaj. n, i. Rom. io, i6.
39. Darum konnten sie nicht glauben, denn *
Jesajas sagt abermahl: * Luc. 8, io.
-40. * Er hat ihre Augen verblendet, und ihr Herzverstocket, daß sie mit den Augen nicht sehen,noch mit dem Herzen vernehmen, und sich bekeh-ren, und ich ihnen hülfe. 'Lians.io.
-41. Solches sagte Jesajas, da er seine Herr-lichkeit sah, und redete von ihm.
-42. Doch der Obersten glaubten viele an ihn;aber um der Pharisäer willen bekannten sie esnicht, daß sie nicht * in den Bann gethan würden.
* c. 9, 22.
-43. Denn sie * hatten lieber die Ehre bey denMenschen, denn die Ehre bey Gott. '«.^-»4.
- 4 - 4 . Jesus aber rief, und sprach: Wer an michglaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an' den, der mich gesandt hat. " i M. i, 21 .
- 4 Z. Und wer mich fiehet, der siehet den, dermich gesandt hat.
-46. Ich bin gekommen in die Welt ' ein Licht,auf daß, wer an mich glaubet, nicht in Finsternißbleibe. * c. 1 , 9 . c. 3 , 19 . e. 9 , L.
-47. Und wer meine Worte höret, und "glaubetnicht, den werde ich t nicht richten; denn ich binnicht gekommen, daß ich die Welt richte, sondern,daß ich die Welt selig mache.
* Mare. 16, 16. -j- Joh. 3, 17.
-48. Wer mich verachtet, und nimmt meineWorte nicht auf, der * hat schon, der ihn richtet;das Wort, welches ich geredet habe, das wirdihn richten am jüngsten Tage.
* c. 3, iS. «. s, 24.
-49. Denn ich habe nicht von mir selber geredet;sondern * der Vater, der mich gesandt hat, der hatmir ein Geboth gegeben, was ich thun und reden
soll. ' t. 8/ 26. c. 14/ IN.
50. Und ich weiß, daß sein Geboth ist das ewigeLeben. Darum, das ich rede, das rede ich also,wie mir -er Vater gesagt hat.
Das 13. Capitel.
Vom Fußwaschen. Geboth der Liebe. Judä Verrätherey. ChristiVerklärung. Petri Fall.
(Evangelium am grünen Donnerstage.)
1. Aor * dem Fest aber der Ostern, da Jesus^ erkannte, daß seine Zeit gekommen war,
daß er aus dieser Welt ginge zum Vater; wieer hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren,so liebte er sie bis ans Ende. * Mare. 14,1.
2. Und nach dem Abendessen, da schon der * Teu-fel hatte dem Juda Simonis Jscharioth ins Herzgegeben, daß er ihn verriethe, *r«e. 22 , 3 .
3. Wußte Jesus, daß ihm der * Vater hatteAlles in seine Hände gegeben, und daß er vonGott gekommen war, und zu Gott ging:
* Matth. 11, 27. c. 28, 18.
-4. Stand er vom Abendmahl auf, legte seineKleider ab, und nahm einen Schurz, und umgür-tete sich.
5. Darnach goß er Wasser in ein Becken, hoban den Jüngern die Füße zu waschen, und trock-nete sie mit dem Schurz, damit er umgürtetwar.
6. Da kam er zu Simon Petro; und derselbigesprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Füßewaschen?
7. Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Wasich thue, das weißt du jetzt nicht; du wirstes aber hernach erfahren.
8. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollstdu mir die Füße waschen. Jesus antworteteihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast dukein Theil mit mir.
9. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nichtdie Füße allein, sondern auch die Hände unddas Haupt.
10. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist,
der darf nicht, denn die Füße waschen, sonderner ist ganz rein. Und ihr" seyd rein; aber nichtalle. " c s.
i i. Denn er " wußte seinen Verräther wohl;darum sprach er: Ihr seyd nicht alle rein.
* c. 6, 64.
12. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte,nahm er seine Kleider, und setzte sich wieder nie-der- und sprach abermahl zu ihnen: Wisset ihr,was ich euch gethan habe?
13. Ihr heisset mich "Meister und Herr, undsagt recht daran, denn ich bin es auch.
* Matth 23, 8. 10.
1-4. So NUN " ich, euer Herr und Meister,euch die Füße gewaschen habe; so sollt ihr aucheuch unter einander die Füße waschen. *««-. 22 , 27 .