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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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114
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114 Jesus die Thür und guter Hirte. Johannis 10,

Dessen wahre Schaft.

6. Diesen Spruch sagte Jesus zu ihnen; sie "ver-nahmen aber nicht, was eS war, das er zu ihnen

sagte. * Marc. 9/ 32.

7. Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahr-lich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Thürzu den Schafen.

8. Alle, die vor mir gekommen sind, * die sindDiebe und Mörder gewesen; aber die Schafthaben ihnen nicht gehorchet. *s-r. 23 , 2 .

9. Ich bin die Thür : so Jemand durch micheingehet, der wird selig werden, und wird ein-und ausgeben, und Weide sinden.

10 . Ein Dieb kommt nicht, denn daß er stehle,würge und umbringe.

11 . Ich bin gekommen, daß sie daS Leben nnd" bolle Gnüge haben sollen.) * Pf. 23 , 1 . Es. 4 », 11 .

(Evangelium am Sonntage Miftricordias Domini.)

i2.Ich bin * ein guter Hirte. Ein guter Hirteläßt sein Leben für die Schaft. EinMiethling aber, der nicht Hirte ist, deß die Schafenicht eigen sind, siehet den Wolf kommen, undverläßt die Schafe, und fliehet; und der Wolferhaschet und zerstreuet die Schafe.

* Pf. 23, 1. Ps. 80 , 2. Esaj. 40, 41. Ezech. 34, 11. 23.c. 37, 24. 1 Pek. 2, 23. -j- Job. 13, 13.

13. Der Miethling aber fliehet; denn er istein Miethling, und achtet der Schafe nicht.

14 . Ich bin ein guter Hirte, und " erkenne dieMeinen, und bin bekannt den Meinen;

* 2 Tim. 2 , IS.

15. Wie mich mein Vater kennet, und ich

* kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für

die Schafe. * <- 6,46.

16 . Und ich habe "noch andere Schafe, die sind

nicht aus diesem Stalle. Und dieselbigen mußich herführen, und sie werden meine Stimmehören, und wird Eine Heerde und Ein Hirtewerden.) " Er« 37 , 22 . Mc-a 2 , 12 .

17. Darum liebet mich mein Vater, daß ichmein Leben lasse, auf daß ich eS wieder nehme.

18 . Niemand nimmt eS von mir, sondern ichlasse es von mir selber. Ich habe eS Macht zulassen, und habe eS Macht wieder zu nehmen.

* Solches Geboth habe ich empfangen von mei-

pem Vater. * c. 14 , 31 .

19 . Da ward aber" eine Zwietracht unter denJuden über diesen Worten. *«. 7 , 43 .

20. Viele unter ihnen sprachen : * Er hat den

Teufel, und ist unsinnig ; was höret ihr ihm zu?* c 7 , 20 e 8, 48. 32.

21 . Die Andern sprachen: Das sind nicht Worteeines Besessenen; kann der Teufel auch der Blin-den Augen aufthun?

22. ES war aber Kirchweihe zu Jerusalem,und war Winter.

23. Und Jesus wandelte im Tempel, in der* Halle SalomonS. * 1 K°. 6, 3 .

24. Da umringeten ihn die Juden, und sprachenzu ihm: Wie lange hältst du unsere Seelen auf?Bist du Christus, so " sage eS uns frey heraus.

* «. 16, 29.

25. JesuS antwortete ihnen: Ich habe eS euch

gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke,die ich thue in meines Vaters Nahmen, die "zeugen von mir. *«.-,36.

26. Aber ihr ' glaubet nicht; denn ihr seydmeiner Schafe nicht, als ich euch gesagt habe.

' c. 8, 43.

27. Denn " meine Schafe hören meine

Stimme, und ich kenne sie, und sie fol-gen mir; *«.8,47.

28. Und ich gebe ihnen das ewige Le-ben; nnd sie werden nimmermehr um-kommen, und Niemand wird sie mir ausmeiner Hand reissen.

29. Der Vater, der sie mir gegeben hat,ist "größer, denn alles; und Niemandkann sie aus meines Vaters Hand reissen.

* c. 14, »8.

30. Ich und der Vater sind Eins.

31 . Da hoben die Juden abermahl Steine auf,daß sie ihn steinigten.

32. JesuS antwortete ihnen: Viele gute Werkehabe ich euch erzeiget von meinem Vater; umwelches Werk unter denselbigen steiniget ihr mich?

33. Die Juden antworteten ihm, u.w sprachen:Um deS guten Werks willen steinigen wir dichnicht; sondern um der Gotteslästerung willen,und daß du ein Mensch bist, und machst dichselbst einen Gott.

34. JesuS antwortete ihnen: Stehet nicht ge-

schrieben " in euerm Gesetz: Ich habe gesagt,ihr seyd Götter? *Ps. 32 ,6.

35. So er die Götter nennet, zu welchen dasWort Gottes geschah; und die Schrift kann dochnicht gebrochen werden;

36. Sprechet ihr denn zu dem, den der Vater

geheiliget und in die Welt gesandt hat: Du lä-sterst Gott, darum, daß ich sage: " Ich binGottes Sohn? *«. 3 , 17 - 20 .

37. Thue ich nicht die Werke meines Vaters,so glaubet mir nicht.

38. Thue ich sie aber, "glaubet doch den Wer-

ken, wollt ihr mir nicht glauben, auf daß ihrerkennet und glaubet, daß der Vater in mir ist ,und ich in ihm. *