Zinsgroschen.
Matthäus 22.
, Das vornehmste Geboth.
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11 . Da ging der König hinein die Gäste zu be-sehen; und sah allda einen Menschen/ der hattekein hochzeitliches Kleid an/
12. Und sprach zn ihm: Freund/ wie bist duherein gekommen / und hast doch kein hochzeit-liches Kleid an? Er aber verstümmele.
1.;. Da sprach der König zu seinen Dienern:Bindet ihm Hände und Füße/ und* werfet ihnin die äußerste Finsterniß hinaus / da wird seynHeulen und Zähnklappen ; * c. 8, ir. c. 23, 30.
i>i. Denn * viele sind berufen/ aber wenige sindauserwählet. * c. is, M.
(Evangelium am 23. Sonnt, nach Trinit.)
15 .Da ' gingen die Pharisäer hin/ und hielteneinen Rath/ wie sie ihn fingen in seiner
Rede; * Marc. 12 , 1 Z. Lue. 20 , 20 .
16. Und sandten zu ihm ihre Jünger/ samtHerodis Dienern/ und sprachen : Meister/ wirwissen/ daß du wahrhaftig bist/ und lehrest denWeg Gottes recht / und du fragest nach Niemand;denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen.
17. Darum sage uns/ was dünkt dich? Ist esrecht/ daß man dem Kaiser Zins gebe/ oder nicht?
18. Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit/sprach er: Ihr Heuchler/ was versucht ihr mich?
19. Weiset mir die Zinsmünze. Und sie reich-ten ihm einen Groschen dar.
20. Und er sprach zu ihnen: Weß ist das Bildund die Ueberscbrift?
21. Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Dasprach er zu ihnen: * So gebet dem Kaiser/ wasdes Kaisers ist/ und Gott/ was Gottes ist.
* Luc. 23, 2 . Rom. >3, 7.
22. Da sie das höreten/ verwunderten sie sich/und ließen ihn/ und gingen davon.)
23. An demselbigen Tage traten zu ihm dieSadducäer / ' die da halten / es scy keine Aufer-stehung; und fragten ihn,
* Marc. 12 18 . Luc. 20 , 27. Gesch. 23, 6. 8.
2>1. Und sprachen: Meister/ * Moses hat gesagt:So einer stirbt/ und hat nicht Kinder/ so sollsein Bruder sein Weib freyen/ und seinem Bru-der Samen erwecken.
* 5 Mos. 23/ 3. Marc. 12 , IS. Luc. 20 , 28 .
25 . Nun sind bey uns gewesen sieben Brüder.Der Erste freyete / und starb; und dieweil er nichtSamen hatte / ließ er sein Weib seinem Bruder.
26. Desselbigen gleichen der Andere/ und derDritte / bis an den Siebenten.
27. Zuletzt nach allen starb auch das Weib.
2 8 . Nun in der Auferstehung/ wessen Weib wirdsie seyn unter den Sieben? Sie haben sie ja allegehabt.
29. Jesus aber antwortete/ und sprach zu ihnen:
Ihr irret / und * wisset die Schrift nicht/ noch dieKraft Gottes. * Los 20, s.
30. In der Auferstehung werden sie weder freyen/noch sich freyen lassen; sondern sie sind gleichwie* die Engel Gottes im Himmel. *L»c. 20,36.
3 1. Habt ihr aber nicht gelesen von der TodtenAuferstehung/ das euch gesagt ist von Gott/ daer spricht:
32. * Ich bin der Gott Abrahams / und der
Gott Isaaks / und der Gott Jakobs? Gott aberist nicht ein Gott der Tobten / sondern der Leben-digen. * 2 Mos. 3, 6.
33. Und da solches das Volk hörete/ * entsetztensie sich über seiner Lehre. * 7 , 23 .
(Evangelium am 18 . Sonnt, nach Trinit.
3/i.D>a aber die Pharisäer höreten/ daß er denSadducäern das Maul gestopfet hatte;versammelten sie sich.
35. Und * Einer unter ihnen/ ein Schriftge-lehrter/ versuchte ihn / und sprach:
* Marc. 12 , 28. Luc. io, 23.
36 . Meister / welches ist das vornehmste Gebothim Gesetz?
37. Jesus aber sprach zu ihm: * Du sollst liebenGott deinen Herrn/ von ganzem Herze«/ vonganzer Seele/ und von ganzem Gemüthe.
* Marc. 12, 30.
38 . Dieß ist das vornehmste und größeste Geboth.
39. Das andere aber ist dem gleich : * Du sollstdeinen Nächsten lieben als dich selbst.
* Marc. 12 , 31.
^o. In diesen zweyen Gebothen hanget dasganze Gesetz und die Propheten.
2/i. Da nun die Pharisäer bey einander waren/fragte sie Jesus/
>12. Und sprach: ' Wie dünkt euch um Christo?Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davids.
* Marc. 12 , 33. 36.
- 43 . Er sprach zu ihnen : Wie nennet ihn dennDavid im Geist einen Herrn/ da er sagt:
2i2t. * Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn:Setze dich zu meiner Rechten/ bis daß ich legedeine Feinde zum Schemel deiner Füße?
* Ps. iio, i. Marc. 12 , 36. Luc. 20 , -12. Gesch. 2 , 31.
1 Cor. 13, 23 . Ebr. 1 , 13.
^ 5 . So mm David ihn einen Herrn nennet/wie ist er denn sein Sohn?
2 / 6 . Und * Niemand konnte ihm ein Wort ant-worten / und durfte auch Niemand von dem Tagean hinfort ihn fragen.) *Lu-. 1-1, 6.
(D 2)