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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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Versöhnlichkeit.

Matthäus 18. 19.

Schalksknecht.

13 . Und so sichs begibt, daß er es findet; wahr-lich , ich sage euch, er freuet fich darüber mehr,deuu über die neun und neunzig, die nicht verirretsind.,

i^i. Also auch * ist es vor eurem Vater imHimmel nicht der Wille, daß Jemand von diesenKleinen verloren werde. * 2 Per, 3, 9.

15. Sündiget aber dein Bruder an dir; so gehehin, und * strafe ihn zwischen dir und ihm allein.Höret er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.

* 3 Mos iS, 17.

16. Höret er dich nicht, so nimm noch einenoder zween zu dir, auf daß alle Sache besteheauf zweyer oder dreyer Zeugen Mund.

1 7 . Höret er die nicht, so sage es der Gemeine.Höret er die Gemeine nicht, so halte ihn alseinen Heiden und Zöllner.

18. Wahrlich, ich sage euch^ * Was ihr aufErden binden werdet, soll auch im Himmel ge-bunden seyn; und was ihr auf Erden lösen wer-det, soll auch im Himmel los seyn.

* c. 16/ 19. 80h. 20, 23.

i y. Weiter sage ich euch: Wo zween unter eucheins werden auf Erden, * warum es ist, daß siebitten wollen, das soll ihnen widerfahren von mei-nem Vater im Himmel. * Marc, n, 24.

20. Denn wo zween oder drey versammelt find

in meinem Nahmen, ' da bin ich mitten unterihnen. * c. 28,20.

21. Da trat Petrus zu ihm, und sprach: Herr,wie oft muß ich denn meinem Bruder, der anmir sündiget, vergeben? Jsts genug * siebenmal)!?

* Luc. 17, 4.

22. Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir, nichtsiebenmal)!, sondern siebenzigmahl siebenmahl.

(Evangelium am 22. Connt. nach Trinit.)

23.Darum ist das Himmelreich gleich einem Kö-nige, der mit seinen Knechten rechnen

wollte.

22,. Und als er anfing zu rechnen, kam ihmeiner vor, der war ihm zehn tausend Pfundschuldig.

25. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hießder Herr verkaufen ihn, und sein Weib, und seineKinder, und alles, was er hatte, und bezahlen.

26. Da siel der Knecht nieder, und bethete ihnan, und sprach: Herr, habe Geduld mit mir,ich will dir alles bezahlen.

27. Da jammerte den Herrn desselbigen Knechts,und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihmauch.

28. Da giug derselbige Knecht hinaus, und fand

einen seiner Mitknechte, der war ihm hundertGroschen schuldig; und er griff ihn an, und wür-gete ihn und sprach : Bezahle mir, was du mirschuldig bist.

29. Da siel sein Mitknecht nieder, und bathihn, und sprach : Habe Geduld mit mir, ich willdir alles bezahlen.

30. Er wollte aber nicht; sondern ging hin,und warf ihn ins Gefängniß, bis daß er bezah-lte, was er schuldig war.

31. Da aber seine Mitknechte solches sahen,wurden sie sehr betrübt, und kamen, und*brachtenvor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte.

* 1 Mos. 37, 2.

32. Da forderte ihn sein Herr vor sich, undsprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle dieseSchuld habe ich dir erlassen, dieweil du michbathest;

33. Solltest * du denn dich nicht auch erbarmen

über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich er-barmet habe? * Ja-. 2,13.

3^. Und sein Herr ward zornig, und überant-wortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahltealles, was er ihm schuldig war.

35. Also * wird euch mein himmlischer Vaterauch thun, so ihr nicht vergebet von euren Her-zen , ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler.)

* c. 6, is. Marc. 11, 2;.

Das 19. Capitel.

Von Ehescheidung, Kinder» und Reichthum.

I.ltnd es * begab sich, da Jesus diese Rede^ vollendet hatte, erhob er sich aus Gali-läa , und kam in die Grenzen des Jüdischen Lan-des , jenseit des Jordans. ' Ma«. 10, i.

2. Und es folgte ihm viel Volks nach, und erheilte sie daselbst.

3. Da traten zu ihm die Pharisäer, versuchtenihn, und sprachen zu ihm: Ist es auch recht,daß sich ein Mann scheide von seinem Weibe,um irgend einer Ursach?

Er antwortete aber, und sprach zu ihnen:Habt ihr nicht * gelesen, daß, der im Anfang denMenschen gemacht hat, der machte, daß ein Mannund Weib seyn sollte ? ' * Mos. i, 27.

5. Und sprach: * Darum wird ein Mensch Vaterund Mutter verlassen, und an seinem Weibe han-gen, und werden die zwey ein Fleisch seyn.

* 1 Mos. 2, 24. Marc. 14, 7. 1 Cor. 6, 16. Eph. 3, 31.

6 . So sind sie nun nicht zwey, sondern einFleisch. Was nun Gott zusammen gefüget hat,das soll der Mensch * nicht scheiden. * i Cor. 7,10.