Mondsüchtiger.
Matthäus 47. 48.
Aergerniß.
21
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1 -l. Und da sie zu dem Volk kamen, trat* zuihm ein Mensch, und siel ihm zu Füßen,
* Mare. 9 / 17 . Luc. 9 , 38 .
4 5 . Und sprach: Herr, erbarme dich über mei-nen Sohn, denn er ist mondsüchtig, und hat einschweres Leiden, er fällt oft ins Feuer, und oftins Wasser;
16. Und ich habe ihn zu deinen Jüngern ge-bracht , und sie konnten ihm nicht helfen.
17 . Jesus aber antwortete, und sprach: O duungläubige und verkehrte Art, wie lange soll ichbey euch seyn? Wie lange soll ich euch dulden?Bringet mir ihn hieher.
18. Und Jesus bedrohete ihn; und der Teufelfuhr aus von ihm, und der Knabe ward gesundzu dcrselbigen Stunde.
19. Da traten zu ihm seine Jünger besonders,und sprachen: Warum konnten wir ihn nichtaustreiben?
20. Jesus aber antwortete, und sprach zu ihnen:Um eures Unglaubens willen. Denn ich sageeuch: Wahrlich, so ihr * Glauben habt als einSenfkorn, so möget ihr sagen zu diesem Berge:Hebe dich von hinnen dorthin; so wird er sichheben, und euch wird nichts unmöglich seyn.
' Matth. 21, 2t. Lue. 17, 6.
21. Aber diese Art fährt nicht aus, denn durchBethen und Fasten.
22. Da sie aber ihr Wesen hatten in Galiläa,
sprach Jesus zu ihnen: * Es ist zukünftig, daßdes Menschen Sohn überantwortet werde in derMenschen Hände; * c. 20,17.18. Ma«. 9,31.
Luc. 9 /22. c. 18 /SI. c. 2 'i/ 7 .
2Z. Und sie werden ihn tödten, und am drittenTage wird er aufersteheu. Und sie wurden sehrbetrübt.
2^,. Da sie nun gen Capcrnaum kamen, gingenzu Petro, die den Zinsgroschen einnahmen, undsprachen: Pflegt euer Meister nicht den * Zinsgro-scheu zu geben? * 2 M°s. so, 13.
25. Er sprach: Ja. * Und als er heim kam,
kam ihm Jesus zuvor, und sprach: Was dünktdich, Simon? Von wem nehmen die Könige aufErden den Zoll oder Zinse? Von ihren Kindern,oder von Fremden? * c. 22,21. Rom. 13,7.
26. Da sprach zu ihm Petrus:,Von den Frem-den. Jesus sprach zu ihm: So sind die Kinderfrey.
27. Auf daß* aber wir sie nicht ärgern, sogehe hin an das Meer, und wirf den Angel,und den ersten Fisch, der herauffährt, den nimm:und wenn du seinen Mund aufthust, wirst du
einen Statcr finden; denselben nimm, und gibihn für mich und dich. * Lue. 23,2.
Das 48. Capitel.
Von Aergerniß/ Gewalt der Schlüssel/ und brüderlicher Versöhnung.(Evangelium am St. MichaeliS-Tage.)
1. Du derselbigen Stunde traten die Jünger zu^ Jesu, und sprachen: * Wer ist doch der
Größeste im Himmelreich ? * Mar-. 9, Z 4 .
2. Jesus* rief ein Kind zu sich, und stellcte es
mitten unter sie, * Ma«. 9 36 .
3 . Und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es seydenn, daß ihr euch umkehret, und * werdet wie dieKinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich
kommen. * c. 19 / 1 - 1 . Marc. 10, 13 . 1 Cor. 14 / 20.
- 4 . Wer sich nun selbst erniedriget, wie dieß *Kind, der ist der Größeste im Himmelreich.
* 1 Pct. 3/ 6.
5 . Und wer ein solches Kind aufttimmt in mei-nem Nahmen, der nimmt mich auf.
6 . Wer aber * ärgert dieser Geringsten Einen,die an mich glauben, dem wäre besser, daß einMühlstein an seinen Hals gehänget würde, under ersäufet würde im Meer, da es am tiefsten ist.
* Marc. 9 / 42 . Luc. 17 / 1.
7 . Wehe der Welt der Aergerniß halben!' Esmuß ja Aergerniß kommen; doch wehe dem Men-schen , durch welchen Aergerniß kommt!
* Luc. 17 / 1. 1 Cor. 11 / 19.
8 . So aber * deine Hand oder dein Fuß dichärgert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir.Es ist dir besser, daß du zum Leben lahm, oderein Krüppel eingehest; denn daß du zwo Händeoder zween Füße habest, und werdest in dasewige Feuer geworfen. * c. 30. Marc. 9,43.
9. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus,und wirf es von dir. Es ist dir besser, daß dueinäugig zum Leben eingehest; denn daß du zweyAugen habest, und werdest in das höllische Feuergeworfen.
10. Sehet zu , daß ihr nicht Jemand von die-sen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: *Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das An-gesicht meines Vaters im Himmel. * Ps. 31, 8 .
11. Denn * des Menschen Sohn ist gekommen,selig zu machen, das verloren ist.)
* c. 9 , 13 . Luc ' 9 , 10. 1 Tim. 1 / 13 .
12. Was dünket euch? Wenn * irgend ein
Mensch hundert Schafe hätte, und eines unterdenselbigen sich verirrete: läßt er nicht die neunund neunzig auf den Bergen, gehet hin, undsuchet das Verirrete? ' Luc. 13/ 4. Her. «/ 6 .