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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
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Nair

Naus

Naut

neot

*Nairen, adelige Krieger unter den Hinduern, windenihr langes Haupthaar in einen Knoten, und lassen ih-re Fingernagel zum Zeichen ihrer Würde lang wachsen,naiv, ungezwungen, ungesucht, ungekünstelt, unge-schminkt, arglos.

*Nakarat, eine hochrolhe Farbe.

*Nannette oder Nanon, Acnnchen, ein Französ. weibl.Name.

*Naphta, 1) (Naturgesch.) .Bergbalsam, d'as feinsteBerg-öl oder Steiwöl, bcs. schön in Persten, wo stewie anderes Berg-öl, aus den Felsenritzen hervorquillt;2) (Scheidet.) Vitriol-äther, s. Aether und Vitriol-naphta.

*Narciss, 1) (Fabell.) schönerJüngling, sah zufällig sei-ne Schönheit in einem Brunnen, verliebte sich in sichselbst, und auf einmal ward er eine Narzisse; 2) je-der in sich selbst verliebte Geck.

Narcoticum oder narcotisches Mittel, ein Betäu-bungsmittel.

narcotisch, betäubend.

*Narhwal, auch Narwal, (Monodou monoceros)das See-Einhorn, ein dem Wallfisch ähnl. Thier, imnördl. Atlant. Weltmeer mit 2 langen im Oberkiefersitzenden Zähnen, wovon es aber gewöhnlich einen ab-bricht, und nur einen behält.

*Nasiräer, solsche Juden, die gelobt haben, keinen Weinzu trinken, die Haare nicht zu beschneiden, die Tod-ten nicht anzurühren u. s. w.

* Natales, Natalitia, 1) cig. Geburtstag; 2) Sterb-

tage der Heiligen und Martirer.

national, völkerschastlich, einem Volke eigen oder ei-genthümlich; Nationalschulden, Landesschulden.

Nativität, die Geburt, das Geburtsglück.

* Natrum oder Natron, s. Soda.

* Natur, 1) die ursprüngliche Beschaffenheit und Einrich-

tung, Art oder Angeborenheit, das Wesen eines Din'-gcs; 2) der Inbegriff der Eigenschaften aller geschaffe-nen Wesen, die Welt, sichtbare Schöpfung; 3 ) un-eig. die hervorbringende Ursache der Dinge oder derSchöpfer selbst, z.B.die Natur bringt hervorrc.; innatura, in Natur, im natürlichen Zustande, wie esdie Natur giebt.

Naturalien, Naturkörper.

Naturalist, auch, 1) ein ungelernter Künstler, Natur-mensch, der seine Geschicklichkeit nicht durch Regeln,sondern durch sich selbst erlernt hat; 2) der Naturver-ehrer, Bekenner der natürlichen Religion.

Naturell, die Angcbornheit, natürliche Neigung, Na-turgabe; in pnris naturalibus, im natürlichen Zu-stande, ohne Bekleidung, nackt.

*Naumachie, ein Schiffstrcffen, Seegefecht, bef. zumVergnügen bei den alten Römern.

*Nauscopie, Seewahrsagerci, angebliche Kunst des Fran-

zosen Bettineau, auf 250 «Weilen die Ankunft vonSchiffen oder die Annäherung an Land vorher sagenzu können.

Nautic, das Schiffwese».

*Nautiliten, (pl.) versteinerte Schiff-Schnecken.

* Nautilus, dieSchiffschncckc, der Segler, ein Seeschne-

ckengeschlecht, z. B. Perlenmutter- nautilus ; dasSchiffboot oder Schiffkuttcl; der Papier- nautilus,(f. Argonaut).

* nautisch, schifffahrtskundig.

*Neape]gdb obcrGialloline, eine sehr schöne gold-ähn-liche gelbe Farbe aus Bleiweiß, Alaun, Salmiak undSpießglaskalk verfertigt und zur Oel- und Schmelz-mahlerei gebräuchlich.

*Nehulo, Schalk, Schelm, loser Mensch.

necessitiren, treiben.

Necrolog, ein Todtenbefchreiber, Todtenbericht.

Necromant, ein Todtenbefrager, Geisterbanner.

Necromantie, die Todtenbefragung, Geisterbeschwö-rung oder - Bannung.

Nectar, Götterwein; bes. ein lieblicher Wein auf derInsel Seio aus halbgetrockneten Trauben.

*nectarisch, süß wie Nektar, göttlich.

Negation, das Nein- oder Verneinungswort.

Negative, eine Verneinung, abschlägige Antwort.

Neger oder Negre, Negerinn, Mohren in oder ausAfrika.

negiren, nicht einwilligen, ab- oder ausschlagen.

Negligence* (spr. Neglischangs) Sorglosigkeit, Fahr-lässigkeit.

negligent, (spr. neglischang) fahrlässig, saumselig, lie-derlich.

Negoce, (spr. Negohß) oder Negotium, Geschäft,Gewerbe, bes. Handlung im Großen.

Negociation, Verhandlung.

negociiren, verhandeln, handeln.

*Negus, der Titel des Kaisers in Abessinien.

*Nemessche Spiele, altgrich. Spiele, welche dem Ju-piter zu Ehren in einem Haine bei dem Grich. FleckenNemea allemal zu Ansang des dritten Jahres gefeiertwurden.

* Nemesis, (Fabell.) dieRügegöttinn, Strafgöttinn desmenschlichen Uebermulhes, der Selbstgenügsamkeit unddes unwürdigen Glücksgenusses.

Nonie oder Nänie, 1) ein Klagelied, bei Begräbnisse»,der alten Römer zum Lobe der Verstorbenen von Wei-bern gesungen; auch Wiegen - oder Schlaflied; 2) dieKlagegöttinn.

Neologie, Neu- oder Jrrgläubigkeit, (vergl. Hete-rodoxie).

Neophyt, eig. ein Neugepflanzter, Neuling.

*neoterisch, auf neue Art.

*Nepen-