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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
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Erve

Erys

Esto

Equi

Equipage, (Ekipahsche) das Reiseznbehör; die Ausrü-stung eines Officiers; (im Seewesen) das Schiffsvolk,die Schiffsbesatzung oder Bemannung,equipiren, bemannen, z. B. ein Schiff.

Equivoque, (spr. Ekiwohk') der Doppelsinn; (als Bei-wort) equivoque, doppelsinnig, unbestimmt.

* Equuleus, hölzernes Pferd oder Esel, auf welchem die

röm. Sklaven zur Strafe reiten mußten,eradiren, auskratzen, abschaben.

* erauthematisches Fieber, Ausschlagficbcr.

* Erato, s. Musen.

'Erebus, (Fabell.) i) Sohn des Chaos und der Nachtszeigte die 3 Parzen; 2) Todcnreich, Hölle. ,Erection , die Aufrichtung, Erhebung. .

Eremit, auch, ein gewisser Krebs, der in einerSchne-ckeuschale rc. einsiedlerisch lebt.

*ergo, folglich, daher, also.

*Ergon, das Werk, die Arbeit; z.B. das Haupt-Ergon.

* Erichthouius , der Fuhrmann, ein .Gestirn.

* Eridanus, der Nilfluß , ein Gestirn,erigiren, erheben.

* Eriunj's, (pl. Erinnyen) f. Furiem .

^Eris, (Fabelt.) Tochter der Nacht und Göttinn des Zanksund der Zwietracht. Als. sie zu dem Beilager des Pe-leus und der Thetis nicht eingeladen wurde, warf sie-aus Rache einen goldenen Apfel, mit der Aufschrift:ssDer Schönsten" in das Zimmer, wo die Götter undGöttinnen versammelt waren. Juno, Minerva undVenus stritten sich um denselben; Jupiter ließ denHirten Paris auf dem Berge Jda entscheiden; diesersprach ihn der Venus zu, wofür er zum Dank . dieschöne Helene erhielt, die nachher den Krieg zwischenTroja und Grichenland veranlaßte.

* Erisicbton, Name eines unersättlichen Fressers, der

sich zuletzt selbst Hände und Füße abfraß.

''Eristik, Zank-Theologie; Schulzank; eristisch, zän-kisch.

* Erogatör, Ausspender, Austheiler.

*Erogazion, Ausspendung, Austheilung; eroglren,

ausspendcn austheilen.

*Eros, Liebesgott der Grichen, wie Cupido der Römer;

plur. Eroten, Liebesgötter«

*Erotema, eine Frage.

* erotematisch, fragweise, z. V. ein solcher Unterricht,

wo Einer fragt, .der Andere antwortet,erotisch, verliebt, liebend.

Errare humanum est, irren ist menschlich.

Errata, Fehler.

Error, der Irrthum.

' *Eructation, das Ausstößen des Magens, (gem.) Rülpsen,erumpiren, durchbrechen, herausfallen.

* Erve, eine Pflanze von mehreren Arten; die Berg-erbse,

rothe Waidwicke, Waldkichcr; auch Fasanenkraut.

Z. Band.

* Erysipelas, der Rothlauf, die Rose, eine Entzün-

dung der Oberfläche irgend eines Theiles am mensch-lichen Körper.

Escadre, (spr. Eskader) das Schiffsgcschwader.

Escadrille, kleines Geschwader.

Escadron, ein Reutergeschwader, eine Rcuterfchaar.

* escaladiren , erklettern, mit Sturmleitern einnehmen.

*Escamoteur, Taschenspieler.

escamotiren, Taschenspiclcrstreiche mit Muskatennüs-sen rc. machen, (gem.) mauscn.

'Escapade, widrige Bewegung eines ungehorsamenPferdes.

Escarpe, die innere Böschung, unterste Brustwehr ei-nes Grabens.

Escarpins, (svr. ESkarpangs) leichte Schuhe.

* Echalotte , Schnarrblattchen , messingenes Zünglein

gewisser Orgelpfeifen, um einen zitternden Ton zugeben.

*Escompte, Abzug, Nachlaß.

Escorte, die Begleitung, das Schutzgeleit.

escortiren, decken, bedecken,, beschirmen.

*Escouäde, eine Korporalschaft, Rolle Soldaten un-ier Anführung eines Korporals.

Esctoquerie, die Gaunerei, listige Betrügerei.

escroquiren, durch List bevortheilen , betrügen, prellen.

*Escudo, eine portugief. Münze, 3 fl. 39 kr. am Werth.Escndo de Vellon, eine fpan. Münze, 1 fl. 2 kr,

*Escurial, richtiger: Escorial, ein Lustschloß des Kö-nigs von Spanien bei Madrid.

* esoterisch, innerlich.

Espalie-', (spr. Espalljeh) das Baum - oder Garten-.geländer; en Espaiier, aud), Geländerförmig.

Esparcette-ober Esparsette, Süßklee, Wickenkler,auch Schweizerklee, gemeiner Hahnenkopf, Hahnen,kammklee und Heiligheu.

Esprit dorne, (fpr. Efprih) ein seichter, beschränkterKopf, Flachkopf; Esprit da Corps, Linungs- vderGesellschaftsgeist; Esprit dort, ein Freidenker.

EsqUire, (svr. Esqueir) Schildträger, alter Titel einesgemeinen engl. Edelmanns vder auch angesehenen Bür-gerlichen.

*Essseer, eine Glaubenszunft (Secte) unter den altenJuden, die weniger auf öffentlichen Gottesdienst,Opfer re., als auf stille Uebung der Andacht, Siren--ge der Sitten re. hielt.

essentiell, durchaus nothwendig.

Estafette, ein Hast-reuter.

Estampe, ein Kupfer-abdruck.

Estime , (fpr. Estihm') Werthschätzung,

*Esto mihi, der erste Sonntag der Fasten, (dessen la-Leim. Kirchenmesse mit den Worten anfängt: Estomihi in Deum protectorem, sey meinSchutzgottrc.

Ps. 31-)-

Esto»