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2 (1860) Director - Globus
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Elementarschule.

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Vortheil einer vielseitigeren Einwirkung verloren. Das Beste scheint eine solche Vereini-gung beider Systeme, daß ein Lehrer seine Schüler immer ein ganzes Jahr hindurchbehält und sie also durch zwei halbjährige Curse führt (vgl. auch den Art. Elaffen-system). Auch auf den Lehrplan influirt die Beziehung auf die höhere Anstalt. DemReligionsunterrichte kann eine beschränktere Anzahl von Stunden zugewiesen werden,weil er sich durch die ganze Reihe der Schuljahre hindurchzieht, doch dürsten 3 Stundenwöchentlich die geringste Zahl von Neligionsstunden in den Elementarclassen sein, wenndas sehr umfassende Material bewältigt werden soll. Dagegen treten die intellectuell-bildenden Stoffe, die sprachlichen Uebungen und das Rechnen in den Vordergrund.Die der Gymnasial- oder Realschulbildung sich annähernde Tendenz darf nur gegendas Ende hin betont werden, da die Entscheidung, welche Richtung der Schülereinschlagen wolle, oft erst in dem letzten Jahre des Elementarunterrichts getroffen wird.Die zum Gymnasium leitende Vorschule wird ihren Charakter hauptsächlich in der Her-vorhebung des grammatischen Elementes, auch Wohl in der Einfügung des Lateinischen,die der Realschule angehörige Elementarschule durch die Erweiterung der Formenlehre,des Rechnens und durch den Anfang des Französischen aussprechen. Aber, wie obenangedeutet worden, der Charakter beider Anstalten wird auch in der Behandlung desUnterrichts selbst sich offenbaren. So wird z. B. bei den Sprechübungen in der Gym-nasialvorschule das Hauptgewicht auf die sprachliche Seite, in der Nealvorschule aberauf den Sachunterricht gelegt werden müßen, denn bei der Masse des naturwissen-schaftlichen Materials, das der Realschüler sich aneignen soll, kann nicht früh genug dieAufmerksamkeit auf die Welt der Erscheinungen gelenkt und die Gewohnheit, die eigen-thümlichen Merkmale der Dinge scharf zu erfassen, geübt werden.

Wo die Elementarschule nur 4 Elasten zählt, wird die Theilnng erst in der letzten Elaste,wo sie dagegen 6 Elasten hat, in den beiden oberen eintreten. Daraus erhellt, daß dieVorschule bis zu diesen Stufen für Gymnasium und Realschule eine gemeinsame sein kann.Ob das Vierclassensystem oder das Sechsclasscnsystem das bessere sei, wird schwer zu ent-scheiden sein. Im allgemeinen dürfte indessen das Sechsclaffensystem den fähigen Schülerlänger aufhalten, als nöthig ist, während das Vierclassensystem umgekehrt nicht geradenothwendig den schwachen Schüler unreifer entläßt, da es ihn auf jeder Stufe zurück-halten kann. Nach alle dem stellt sich die Vertheilung der Lectionen etwa folgendermaßen-

I. In den der Gymnasial- und Realelementarschule gemeinsamen Elasten desSechsclassensystems:

1) in der untersten Grundclasse:

4 Stunden Religion, 6 Lesen, 6 Schreiben, 2 Sprechübungen, 6 Rechnen,zusammen 24 Stunden;

2) in der Classe V:

4 Stunden Religion, 6 Lesen, 6 Schreiben, 2 Sprechübungen, 6 Rechnen,zusammen 24 Stunden;

3) in der Classe IV u. III:

3 Stunden Religion, 6 Lesen und deutsche Grammatik, 2 Sprechübungen,

5 Schreiben, 6 Rechnen, 2 Zeichnen und Formenlehre, 2 Gesang, zusammen26 Stunden.

Diesen drei Stufen entsprechen die 3 untern Elasten des Vierclassensystems.

II. In den beiden obern Elasten des Sechsclassensystems und der obersten desVierclassensystems:

a) Gymnasialvorschule:

3 Stunden Religion, 6 Deutsch, 4 Schreiben, 4 Latein, 3 Geographie, 4 Rech-nen, 2 Formenlehre und Zeichnen, 2 Gesang, zusammen 28 Stunden;

b) Realvorschule:

3 Stunden Religion, 5 Deutsch, 4 Schreiben, 4 Französisch, 3 Geographie,5 Rechnen, 2 Formenlehre und Zeichnen, 2 Gesang, zus. 28 Stunden.