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2 (1860) Director - Globus
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Elementarschule.

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Kindern schon mit dem 9ten und ausnahmsweise schon mit dem 8ten Jahre wirdvollenden können (vgl. d. Art. Ausnahme I. S. 308).

Wird so als das eigenthümliche Wesen des Elementarunterrichtes, wodurch sich der-selbe von allem berufsmäßigen Unterrichte in Volksschule, Gymnasium oder Realschuleunterscheidet, die gleichmäßige Betonung des formalen und materialenUnterrichtszweckes erkannt, so erledigt sich dadurch zugleich eine andere streitigeFrage, an welche nicht selten die Entscheidung über die eigentliche elementarische Unter-richtsmethode angeknüpft worden ist, die Frage nämlich, an welche psychologischeElemente, d. h. an welche Grundkräfte des menschlichen und respective kindlichenGeistes der Elementarunterricht zunächst und vor allem anzuknüpfen habe. Es wirdhierbei von der Voraussetzung ausgegangen, daß die verschiedenen Altersstufen denMenschen in verschiedenen psychischen Zuständen erscheinen lassen, wie denn z. B.Schwarz im zweiten Bande seiner „Erziehungslehre" ein ausgeführtes Bild der geistig-leiblichen Entwickelung des Menschen von der Geburt an bis zur Entfaltung allerKräfte in dem Erwachsenen dargestellt hat. So richtig dies ist, so sehr muß vor demleicht sich einschleichenden Jrrthum gewarnt werden, als ob jene Verschiedenheit psychischerZustände eine Verschiedenheit der intellectuellen Geistesthätigkeit an sich einschließe. Diesist eben so wenig der Fall, als etwa die Natur des Gefühls oder die des Willens ansich im erwachsenen Menschen eine andere ist, als im Kinde. Nur durch vie vorwaltendeRichtung des gesammten geistigen Lebens nach einer oder der anderen Seite, nur durchden Umfang des Vorstellungslebens und durch die Energie der geistigen Kräfte unter-scheidet sich ver entwickelte Mensch vom Kinde; die Natur des Denkens und der intel-lectuellen Thätigkeit ist im Philosophen dieselbe wie im unentwickelten Kinde. Nichtdarum also ist das seit Pestalozzi zur Geltung gekommene Princip, daß aller Unterrichtmit der Anschauung beginnen müße, ein richtiges, weil etwa der kindliche Geist für dieVollziehung deutlicher und klarer Anschauungen besonders geschickt wäre, wovon leicht dasGegentheil gezeigt werden kann, sondern darum weil es die Natur des menschlichenDenkens überhaupt ist, sich in den Gegenstand zu versenken, dann aber wieder in sichselbst zurückzukehren, um den neu gewonnenen Gedanken ins Bewußtsein aufzunehmen,zu prüfen und so zur Erkenntnis zu erheben (vgl. d. Art. Erkenntnisvermögen, An-schauung). Wenn daher manche Pädagogen, namentlich diejenigen, welche im Elementar-unterrichte das Hauptgewicht auf den formalen Zweck legen, das wesentlichste Kennzeichender elementarischen Methode darin finden, daß sie sich an die Anschauung wende, soist das zwar ganz richtig, weil es ja überhaupt gar keinen anderen Weg zu dem Geistedes Kindes giebt, als den, seine Selbstthätigkeit durch einen in die Sinne fallendenGegenstand zu erwecken; aber es ist ganz unrichtig, wenn diese Forderung als eine so'-allgemeine hingestellt wird, daß etwa alles, was im Elementarunterricht getriebenwird, nur Uebung und Beschäftigung der Anschauung sein dürfe und als ob die Thä-tigkeit der übrigen intellectuellen oder allgemein psychischen Factoren eine für denElementarunterricht gleichgültige sei. Mit Recht hat daher Palmer (Evangelische Pä-dagogik, I. Theil S.355 ff.) darauf hingewiesen, daß die üblichen Normen, nach denendie Hauptstufen des Unterrichtes unter gewisse psychologische Schemata gebracht werden,wie wenn Denzel eine Stufe der Anschauung, eine der Verstandesübung und eine derpraktischen Anwendung, — Rosenkranz eine intuitive, eine imaginative und eine logischeEpoche unterscheidet, der Wirklichkeit des geistigen Lebens nicht entsprechen, daß vielmehrdie normale Entwickelung des Menschen ein gemeinsames Wachsen aller psychischen Ele-mente fordere, und daß die wahre Aufgabe des Lehrers in dieser Beziehung darin be-stehe, auf jeder Altersstufe alle geistigen Thätigkeiten zu ergreifen, aber die Kraft deszu unterrichtenden Subjectes dabei richtig zu schätzen. Im Anschluß an diese Sätze hatPalmer dann weiter gezeigt, wie die bekannten methodischen Regeln, welche eine Zeitlang in den Lehrbüchern der Volksschulpädagogik eine so große Rolle gespielt haben,„Gehe vom Nahen zum Fernen, vom Concreten zum Abstracten, vom Bekannten zum