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2 (1860) Director - Globus
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Elementarschule.

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durch, daß der eigentliche Elementarlehrer im allgemeinen auf gleicher Bildungsstufemit dem Volksschullehrer zu stehen und aus derselben Bildungsanstalt hervorzugehenpflegt, und dadurch, daß die Unterrichtsweise auch in der Volksschule eine wesentlichelementarische sein muß, zwar erklärt, aber nicht gerechtfertigt, wie sich schon aus demUmstande ergiebt, daß auch höhere Anstalten, Gymnasien, Realschulen und Gewerbe-schulen, zu ihrer vollständigen Organisation besonderer Elementar- (oder Vor-)Schulen bedürfen. Die Elementarschule im engeren und eigentlichen Sinneals Schule der Anfänger (Grundschule, Urschule re.), in welcher die Elemente allermenschlichen Bildung dem Kinde dargeboten und die elementarische Unterrichtsweise inihrer reinsten und einfachsten Gestalt geübt werden soll, ist ein integrirender Theil undzwar die erste Stufe jeder Schule, der Volksschule, wie der höheren Schulen. Nur indiesem engeren Sinne soll in dem vorliegenden Artikel von der Elementarschule die Redesein; doch mag, um Misverständnisse abzuwenden, schon hier erwähnt werden, daß dieElementarclassen der Volksschulen nicht ohne weiteres den Elementarclassen höherer An-stalten in allen Stücken gleichzustellen sein werden, vielmehr wird es nur darauf an-kommen, die wesentliche Aufgabe des Elementarunterrichtes in jeder Schule auf eineihrem besondern Zwecke entsprechende Weise zu lösen.

Die Antwort auf die Frage, welches die Aufgabe der Elementarschule sei, wirdjpurch die Vieldeutigkeit dessen, was im Unterricht Element genannt und als ele-mentarisch bezeichnet zu werden pflegt, erschwert. Es durchkreuzen einander hiebeiverschiedenartige Rücksichten und Beziehungen auf didaktische, methodische und allgemeinpädagogische Zwecke, die nicht immer auseinander gehalten worden sind. In den meistenSchriften über den Gegenstand wird das Wesen des elementarischen Unterrichts alsbekannt vorausgesetzt, während es sich gerade darum handelt, dieses zu bestimmen.Dazu kommt, daß die eigentlich wissenschaftlichen Lehrbücher der Pädagogik über diesesGebiet des Unterrichts als über ein solches hinwegzugehen Pflegen, in welchem der Lehrernur durch die praktische Bethätigung sich orientiren könne. Und freilich ist die Praxisauch in diesem Stücke der Theorie vorangegangen; aber sie ruhte innerlich auf einem,wenn auch dunklen, doch sicheren Bewußtsein ihres Zweckes, und aller Fortschritt desElementarschulwesens ist bedingt durch die immer deutlichere Entwickelung jenes Bewußt-seins. Es fragt sich daher zunächst, was wir unter den Elementen des Unterrichtseigentlich verstehen. Die Worterklärung des Begriffes läßt uns ziemlich rathlos, denndie ursprüngliche Bedeutung von olsiuontuin ist unbekannt. Die ältere Ableitung vonalimontum und Döderleins Versuch, es auf (von -Lx-'w) zurückzuführen, würde

dem Worte die ursprüngliche Bedeutung eines nährenden, lebenfristenden Stoffes geben.Nach Pott, der es von der Wurzel 1i (liguokaooro, solvsro) ableitet, würde es so vielals Auflösung heißen. Heindorf erwähnt zu Horat. 8at. I, 1. 26. eine Ableitung vonden drei Buchstaben I, in und n, die, wie unser ABC, zur Bezeichnung des Alphabetsangewendet worden wären. Nach Heller ist oleruontuin für eloAmonturn von eloAsrs(eliAsro) abzuleiten und bedeutet das aus irgend einem Zusammengesetzten durch Ab-straction Herausgehobene. Alle diese Vermuthungen gehen von verschiedenen Merkmalendesjenigen Begriffes aus, den wir gegenwärtig mit dem Worte verbinden. Nur daswissen wir, daß schon bei Cicero das Wort sowohl von den Anfangsgründen des Un-terrichts, wie von den Urbestandtheilen der Körper gebraucht wird. Es liegt daher dieVermuthung nahe, daß olsmonta bei den Römern geradeso wie sro^kt« bei den Griechenursprünglich nichts anderes als die einzelnen Buchstaben der Alphabetreihe bedeutete,wenn schon wir freilich die etymologische Basis, die wir für den griechischen Ausdruckin dem die ganze dahingehörende Wörterfamilie so einfach erklärenden Begriffe sro-^orbesitzen, im Lateinischen noch immer vergeblich suchen. Die Kenntnis der Buchstaben^die Kunst zu lesen, mußte ja auch von dem Augenblicke an, wo es eine Schrift gab undwo diese allen Austausch und alle Tradition des Wissens bedingte, als der Anfang allesLernens und Wissens erscheinen, und, von diesem concreten Puncte ausgehend, konnte