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10 (1875) Vocabellernen - Zwingli und Nachtrag
Entstehung
Seite
725
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Dänemark.

725

VH.

! L.. L.

VI.

!

l V.

IV.

III.

II.

I.

Dänisch.

! ^

2

.2

2

2

3

5

6

Deutsch.

2

2

2

2

3

4

Französisch.

1

3

2

2

3

Englisch.

2

Lateinisch ........

10

9

8

8

8

9

6

Griechisch.

6

6

5

5

5

Religion.

2

1

2

2

2

2

2

3

Geschichte..

4

3

2

3

2

2

2

2

Geographie.

2

2

2

2

2

2

Mathematische Disciplinen . .

4

4

4

4

4

4

4

4

Naturlehre........

3

4

Naturgeschichte.

2

2

2

2

2

2

Schreiben.

1

2

3

4

Zeichnen.

1

2

2

Gesang*).

(2)

(2)

(2)

(2)

(2)

(2)

(2)

(2)

Summe d. wöchentl. Stunden:

^ 33

34

34

34

34

34

33

31

Hebräisch ........

I b

2

Gymnastik**) ......

I (2)

(2)

(2)

(2)

(2)

(2)

(3)

(4)

Totalsumme:

^ 38

38

36

36

36

36

36

35

Man steht hieraus, daß nicht alle Unterrichtsgegenstände durch die ganze Schulehmdurchgchcn, sondern successive ein- und abtreten. Hierbei liegt der richtige Gedankezu Grunde, die Vielheit der Unterrichtsgegenstände und die daraus folgende Zerstreuungund Spannung der Schüler zu vermindern und die Kraft derselben auf eine geringereZahl von Unterrichtsgegenständen zu concentriren. Auch beginnt jetzt (seit 1845) derSprachunterricht mit einer neueren Sprache (der deutschen) und die alten treten erstspäter ein. Dabei ist ursprünglich eine Schwächung der classtschen Studien keineswegsbeabsichtigt gewesen, sondern vielmehr das Gegentheil. Gleichwohl haben diese Studienin Dänemark wie auch in Schweden und Norwegen mit den realistischen Tendenzen derZeit einen harten und nicht immer glücklichen Kampf zu bestehen gehabt und noch fort-während zu bestehen. Gegen diese hauptsächlich durch Madvigs Einfluß seit 1845 ein-geführte Vertheilung des Unterrichtsstoffes sowie das spätere Eintreten des Lateinischenund das successive Ein- und Abtreten anderer Unterrichtsgegenstände haben sich freilichvon Anfang an Bedenken erhoben, die nicht alle unbegründet sind; wenn indessen derPlan recht ausgeführt wird und man der neuen Einrichtung nicht Schwierigkeiten undUebelstände anrechnet, die in ganz andern Umständen wurzeln: so dürften doch die Vor-theile des jetzigen Systems seine Nachtheile überwiegen. Die in Dänemark wie anderswoerhobenen Klagen über die Vielheit und das Uebermaß des zu Lernenden sind wenigstensjetzt nicht mehr begründet als früher; Eltern und andere vergessen aber gar zu leicht,daß weder eine durch Genußsucht und zu frühe Reife blasirte Jugend zu ernsten undgründlichen Studien taugt, noch überhaupt unbefahigte Köpfe auf einer Lebensbahnbleiben sollten, auf welcher sie nur Beschwerden und unbefriedigte Wünsche finden werden.Für Schüler, die gehörig vorbereitet in die Schule kommen, und denen es weder anmäßiger Befähigung (denn vorzügliche Geistesgaben sind durchaus nicht erforderlich) nochan Fleiß fehlt, sind die Forderungen keineswegs übertrieben oder sehr lästig.

lieber die einzelnen Unterrichtsgegenstände dürfte noch Folgendes anzuführen sein:1) Dänisch. Durch den Unterricht in der Muttersprache werden in den beidenuntersten Elasten die Grundbegriffe der Grammatik mitgetheilt und den Schülern zur

*) 4 wöchentliche Stunden, auf welche die verschiedenen Abthcilungen vertheilt sind.

**) 11 wöchentliche Stunden, auf welche die Elasten vertheilt find.