Dänemark.
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die nothwcndigen zeitgemäßen Zusätze warten mäßen, um unter dem gemeinschaftlichenNamen „Skandinavien" mit Schweden und Norwegen Verwendung zu finden; zuletzt istdasselbe dem Unterzeichneten zugckommen, und er hat es, besonders in denjenigen Theilcn,welche die Volksschulen betreffen, (im I. 1871) gänzlich nmgearbeitet und die neuesten Be-stimmungen hinzugefügt, wozu ihn der Herr Kammerassessor K. A. Bregendahl, der eigent-liche Chef des statistischen Bureaus in Kjöbenhavn, in den Stand zu setzen die Gütegehabt hat durch die Zusendung nicht allein der den Gegenstand betreffenden gesetzlichenBestimmungen, sondern auch werthvoller handschriftlicher Auzeichnungen und Fingerzeige.
Aus der Darstellung dürfte sich ergeben, daß Dänemark trotz der empfindlichenVerluste, die es in diesem Jahrhunderte erlitten hat und die seinen Umfang undseine Macht bedeutend verringert haben (1801: Bombardement von Kjöbenhavndurch die Engländer; 1807 dreitägiges Bombardement der Stadt und Hinwegführungder ganzen dänischen Flotte durch dieselben; 1814 Verlust von ganz Norwegen nach derTheilnahme an dem Kriege gegen Napoleon I. als Bundesgenosse desselben; 1848und 1849 Krieg mit den Herzogthümern Schleswig, Holstein und Lauenburg so-wie mit Preußen; 1857 Verlust des einträglichen Suudzolls gegen einen Ersatz vonüber 30 Millionen dän. Rthlr., 1864 Verlust der Herzogthümer nach einem blutigenund kostspieligen Kriege mit Preußen und Oesterreich), dennoch im Innern stark und imStande gewesen ist, dem wichtigsten Zweige des Staatenlebens, der Erziehung und demUnterrichte der Jugend, seine Blicke zuzuwenden, um diese dem Ziele der Vollkommenheitnäher zu führen. Es ist dies ein Beweis nicht nur von der guten Staatshaushaltungund dem vortrefflichen Zustande der Finanzen, sondern noch mehr von dem wissenschaft-lichen Sinne und der hohen Cultur des Volkes.
Quellen und Literatur. Kirkeordinantsen, givet af Kong Christian den III.i Aaret 1537, d. i. die Kirchenordinanz, gegeben von dem Könige Christian III. imI. 1537 (nach der Einführung der Reformation in Dänemark). — Erik PoutoppidanLmnulös soelssiao vanieuo äixlomatiei oder Kirchenhistorie des Königreichs Dänemark,4 Bde. in 4, Kopenhagen 1741—52 (in deutscher Sprache). — Rasmus Nyerup:historisk-statistisk Skildring af Tilstanden i Damnark og Norge i äldre og nyere Tider,d. i. historisch-statistische Schilderung der Zustände in Dänemark und Norwegen in älterenund neueren Zeiten, 5 Bde., 8, Kjöbenhavn 1803—6, enthaltend: Bd. 1: CulturensFremskridt samt Bondens og Borgarens Forfatning, d. i. Fortschritt der Cultur, sowiedie Lage des Bauers und des Bürgers; Bd. 2: Udsigt over Fädrelands Litteratur iMiddeläldern, d. i. Ueberblick über die Literatur des Vaterlandes im Mittelalter; Band3 erste Hälfte: Udkast til en Historie om de latinske Skoler i T anmark og Norge sraReformationen af og til 1804, d. i. Entwurf einer Geschichte der lateinischen Schulenin Dänemark und Norwegen von der Reformation bis 1804; Band 3 zweite Hälfte:Kjöbenhavns llniversitäts Annäler sra Reformationen af og til 1805; Bd. 4: Oversynover Fädrenelandets Mindesmärker sra Oldtiden, d. i. Uebersicht über die Denkmäler desVaterlandes aus dem Alterthume. (Also behandelt nur Bd. 2 den vorliegenden Gegen-stand). — N. Fab er, vr. Rllsol. u. Nllilol., Bischof im Stift Fyen, st 1848: Forsögtil et Overblick paa Almueskoleväsenct i Damnark u. s. w., d. i. Versuch zu einemUeberblick über das Volksschulwesen in Dänemark, Odense 1832. — Vilh. Rothe,2r. 'Illikol. , Propst zu Vemmelev in Själland: Det danske Almueskoleväsen og detsReform, d. i. das dänische Volksschulwesen und dessen Reform, Kjöbenhavn 1852. —I. M. Meier (Seminarlehrer zu Skaarup, jetzt Propst zu Verninge, beides auf Fyen):Grundsteen til den nye Skolebygning, d. i. Grundstein zu dem neuen Schulgebäude,Odense 1852 (ein motivirter Vorschlag zu Verbesserungen im dänischen Volksschulwesen).— lieber das gelehrte Schulwesen. Es werden von jeder höheren Schule all-jährlich Schulprogramme herausgegeben, welche Schulnachrichten, gewöhnlich auch eineAbhandlung über Schulfragen, geschichtliche Mittheilungen oder Aehnliches enthalten.Darunter find besonders wichtig die von dem Prof. Mag. Martin Hamm er ich, Vor-