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10 (1875) Vocabellernen - Zwingli und Nachtrag
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Dänemark.

Von den 68 Städten bildet die Hauptstadt Kjöbenhavn (havn spr. Hann) eineneigenen Verwaltungsbezirk mit 83,876 männlichen und 96990 weiblichen, Summa180,866 Einwohnern (wozu man noch das jetzt ganz mit den Vorstädten verwachseneDorf FrederikSberg mit 7638 männl., 8647 weibl., Summe 16,285 Einwohnern rechnenkönnte, obgleich es nicht zu dem Verwaltungsbezirke gehört). Uebrigens ist Dänemark inadministrativer Hinsicht in 18 Aemter getheilt, nemlich die Inseln in 9: Kjöbenhavn,Frederiksborg, Holbäk, Sorö, Prästö (diese 5 umfassen die Inseln Själland, Möen,Samsö und viele kleinere), Maribo (Lolland und Falster), Bornholm (die Insel gl. N.)und Odense und Svendborg (die fyensche Inselgruppe), die Halbinsel Jylland ebenfallsin 9: Hjörring, Thisted, Aalborg, Viborg, Rauders, Aarhus (noch vor kurzem bestehendaus den beiden jetzt vereinigten Aemtern Aarhus und Skanderborg), Veile, Ringkjöbingund Ribe. Die in dem Umfange eines jeden Amtes gelegenen Städte gehören zwar zudemselben, bilden aber eigene Kommunen mit städtischen Obrigkeiten.

In kirchlicher Hinsicht ist das Land in 7 Stifter getheilt, jedes mit einem Bischofan der Spitze, nemlich die Inseln in 3 (Själland, wozu auch Bornholm gehört, Fyen undLollandFalster) und Jylland in 4 (Aalborg, Viborg, Aarhus und Ribe).

Zum Verständnis des Folgenden mögen hier nur noch ein paar Erklärungen stehen,

Ein Riksdaler dänisch, getheilt in 6 Mark n. 16 Schillinge, ist gleich 'st Specie-bater norwegisch, etwas weniger als 2 Riksdaler Riksmynt schwedisch, ungefähr st« Thalerpreußisch Courant.

Hartkorn oder Tonne Hartkorn ist eine um der Besteuerung willen schon imI. 1644 in Dänemark eingeführte, seit 1840 revidirte Bezeichnung der Größe unddes Werthes der Güter. Bei der Bonitirung des Bodens nahm man als Normalbodenden besten an, welchen man finden konnte, und bezeichnte die Güte desselben mit der Zahl24 und so die des schlechteren stufenweise herab bis 1 oder noch tiefer auf einen Bruch-theil von 1; von dem besten Boden, der sich aber nirgends durchweg auf einem Gute,geschweige denn in einem Kirchspiel findet (am höchsten taxirt sind die Kirchspiele Frederiks-berg auf Själland und Sönder Alslev auf Falster zu 20) gehen auf 1 Tonne Hartkornvon Aeckern und Wiesen 72,000 Quadratellcn oder 5'st Tonnen Land L 14,000 Quadrat-ellen und von Wäldern das Doppelte; auf der Insel Bornholm aber nur 49,000 Quadrat-ellen oder 3'st Tonnen Land. Da nun nach der abnehmenden Güte des Bodens dieTonne Hartkorn an Areal zunimmt, so läßt sich leicht einsehen, daß dies ein sehr unbe-stimmtes Flächenmaß ist, welches eigentlich nur die Güte und die Fruchtbarkeit desVodens genau angiebt. In dieser Hinsicht stehen die Inseln weit über Jylland: dortgehen auf 1 Tonne Hartkorn von 6st« bis 32'st oder durchschnittlich 10 Tonnen Land,hier aber von 8 bis 244 oder durchschnittlich 26'st, für ganz Dänemark durchschnittlich17'st Tonnen Land. Bei dieser Berechnung ist das nördlichste ländliche Kirchspiel inJylland, Skagen, welches fast ganz aus Flugsand besteht, gar nicht berücksichtigt; diesesenthält nemlich ein Areal von 8550 Tonnen Land (9980 1 geogr. Quadrat-Meile)und ist nur zu 8sts Tonnen Hartkorn angesetzt. Im I. 1860 betrug das Hartkornauf den Inseln außer Bornholm für Aecker, Wiesen und Wälder 203,809 und in Jylland171,206, in ganz Dänemark also 375,069 Tonnen, wozu für Bornholm noch 8780 boru-holmische oder 6048 dänische Tonnen hinzugelegt, sowie außerdem für die abgetretenenOrtschaften 3423 abgenommen, aber für die hinzugekommenen 4615 hinzugelegt werdenmüßeu, so daß also auf ganz Dänemark 382,309 Tonnen Hartkorn kommen.

Der folgenden Darstellung liegt ein um 1860 abgefaßtes Manuscript des um dashöhere Schulwesen Dänemarks (s. u.S. 719) hochverdienten Prof. Dr. C. F. Jngcrslev zuGrunde, der auch u. a. ein nordisches Conversations-Lexikon in dänischer Sprache heraus-gegeben hat, 1845 Rector an der Gelehrtenschule in Kolding und nach Aufhebung der-selben, 1856, an der Kathedralschule in Aarhus, gest. den 2. Februar 1868. Dieses kamder Redaction allzu spät zu, um an der richtigen Stelle unter dem Buchstaben D. ver-wendet werden zu können, und hat neuerdings wiederum in Dänemark allzu lange auf