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10 (1875) Vocabellernen - Zwingli und Nachtrag
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Nachahmung.

sträuben, weil ste fürchten, aufzufallen und unter Ihresgleichen verlacht zu werden.Allein wenn man sichs eben gefallen lassen muß, mit dem Strom zu schwimmen, so wirddoch der Erzieher darauf hinarbeiten, daß der Zögling nicht meint, alles neue in diesemFach nachahmen zu müßen; er wird ihm den Grundsatz beibringen, niemals der Erstesein zu wollen, der einer neuen Mode huldigt, und wenn sie allgemein geworden ist,also eben das Zurückbleiben auffallen würde, dann wenigstens jedes Uebermaß und allesunvernünftige, alles unschöne zu meiden, wodurch hernach auch die Uebergänge von einerallmählich verschwindenden Mode zur neuen unmerklicher werden. Wenn aber in diesemStück der Nachahmungstrieb ein Individuum beherrscht, dann haben wir nichts dagegen,daß man selbigem Individuum zwar nicht die leibliche Abstammung vom Affen, aberdoch die innere, physische Verwandtschaft mit ihm Schuld giebt; und wenn, wie man aufden Promenaden der Großstädte, der Badeorte u. s. w. so oft sehen muß, die Kindervornehmer oder vornehmthuender Eltern aufgeputzt sind wie Affen, so kann man solcheGeschöpfe, statt mit Bewunderung, nur mit Mitleiden ansehen, weil sie dem Nach-ahmungstrieb der Alten geopfert werden. Palmer.