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10 (1875) Vocabellernen - Zwingli und Nachtrag
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Vvlksschullchrerscminar.

Uebclwollcn gegen den Seminardirector verwandelte sich unmerklich in ein solches gegendas Scminarwesen überhaupt und bewirkte zum mindesten die Ablehnung aller Anträge, dieauf Vermehrung der Seminare oder auf Förderung der bereits bestehende» gerichtet waren.

Am meisten hat darunter das Berliner Seminar für Stadtschulen selbst ge-litten. Die ersten Anregungen zur Gründung desselben fallen in die Zeit vonTreists Wirksamkeit, und Altenstein interessirte sich lebendig für die Sache.Die Genehmigung zur Errichtung der Anstalt erfolgte durch Cabinetsordre vom

10. Scpt. 1826 (Schulz: Schulblatt 1836, S. 6S); es heißt dort-„genehmige

ich nicht nur die Einrichtung eines Seminars zu Berlin für städtische Schulen nachdem vorläufig entworfenen Plane, sondern empfehle Ihnen auch dringend, diesem wesent-lichen Gegenstände fernerhin Ihre Wirksamkeit zuzuwendcn, damit nicht allein das Un-tcrrichtswescn vorzüglich in den mittleren und kleinen Städten verbessert, sondern hier-durch auch der Andrang zu den Gymnasien abgeleitet und die Ertheilung des Hähernwissenschaftlichen Unterrichtes in demselben auf solche Zöglinge beschränkt werde, diedessen für ihre künftigen Verhältnisse bedürfen." »Zur Unterhaltung des BerlinischenSeminars für städtische Schulen bewillige ich übrigens den nachgesuchtcn (! es waralso doch nur so viel begehrt worden) jährlichen Zuschuß von zweitausend Thalcrn."

Zwei üble Mitgaben cmpsieng hiernach die Anstalt, eine ganz unbestimmte Aufgabeund einen unzureichenden Etat.

Was für Vorstellungen man sich von der Sache machte, ergicbt sich aus zwei unserhaltenen Zeugnissen. Harnisch, dem der Minister von Altcnstein unter dem 15. Fcbr.1830 das Direktorat des Berliner Seminars antrug, meinte, daß man als Seminaristenzwei Arten von Leuten hineinzieheu müße: n) ausgezeichnete Zöglinge der Volksschul-lehrerseminare, welche schon geamtet hätten, und t>) Abiturienten aus Gymnasien, Stu-denten, Theologen, Forst- und Vau-Conductcure, in welchen ein Lehrtrieb wohne," unddaß es Mittel bedürfe, um diese zu unterstützen. Er hatte ein Seminar für Nealschul-lehrcr im Sinne und klagt über das „Gegcnstcmmen" der „strengen Gymnasialpartei"(Standp. S. 405—407). Hergang schreibt 1833: „In Berlin ist eben unter derDirection des wohlbekannten Pädagogen Dicsterwcg ein Ob er landesse minar errichtetworden; in welche Anstalt die ausgezeichnetsten Zöglinge aus den Seminarien undhöheren Bürgerschulen geschickt werden, damit sie zu Lehrern für die übrigen Schul-lehrerscminarien und für höhere Bürgerschulen gebildet werden" (Zehn JahreS. 315).

Am 6. Januar 1831 wurde das Seminar mit 17 Zöglingen eröffnet, Provincial-Schulrath Schulz nahm die provisorische Direktion; eigentlicher Dirigent war der zumzweiten Lehrer berufene Rector Bormann (der bisherige Schulrath), neben ihm ar-beiteten technische Lehrer. Noch in demselben Jahre wurde das gegenwärtige Ecminar-gebäude, das frühere Local der kgl. Entbindungsanstalt, erworben. Die Räume des-selben nannte Herr Maurice Block (im inunusl Aeusrut äs Illnstruetion xrinmirs 1868.Nro. 29, S. 715): ä'aürsux trsns und in der That sind erst in den allerletzten Jahrenwürdigere Unterrichtsräume hergestellt worden. Im Mai 1832 trat Dicsterwcg in'sAmt. Er Hatte, wie er (Jahrbuch 1851 S. 45) erzählte, einen Jahresgchalt von1800 Thalern neben freier Wohnung verlangt und erhalten. Von diesem Betragefielen 1200 Thalcr auf den Seminaretat. Für die übrigen Bedürfnisse blieben800 Thalcr. Im Laufe der Zeit ist hierin eine Verbesserung cingctreten; abertrotz derselben sind die Lehrer am Seminar für Stadtschulen noch heute ungünstigersituirt als ihre College» in der Provinz. Der Zweck des Seminars wurde durch eineVerfügung dcS Schulcollegiums vom 18. Januar 1836 dahin bestimmt: 1) Lehrer fürStadtschulen sowohl theoretisch als praktisch auszubildcn; 2) die Fortbildung der hiesigenHülsslchrer durch Lehrcurse und andere angemessene Mittel, namentlich durch die den-selben gestattete Benützung seiner Büchersammlung zu fördern; 3) den hier sich auf-halteuden Candidaten des PredigtamtcS Gelegenheit zu geben, sich mit dem Volksschul-