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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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417
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Ueber die orthographischen Neuerungen, qi?

den wahren Analogien der Hochdeutschen Sprache

(es fty aus Unkunde oder Vorsatz, das ist hier gleich

bestehet diese ilebcrei'nsti'mmung in der strengen Befol-gung der wahren Analogien der Sprache. Wenn ichalso dem Zeiträume um die Mitte des gegenwärtigenJahrhunderte» eine vorzügliche Einheit beilege, soverstehe fth darunter nichts anders, als eine genauereliebere,'nstmimimg der Schriftsteller dieser Zeit in derRichtigkeit, Rcimgkcit und Würde der Sprache, kurz,in allem, was in der Sprache wahr, richtig und gutist, al» in den folgenden Jahrzchendcn. Man that,als wenn man mich nicht verstünde, und ließ mich sa-gen , daß die Sprache in dem gedachten Zeiträume denhöchsten Gipfel iheee Vollkommenheit erreicht hatte, unddaß die spätern Schriftsteller mit ihren Vorgängern inkeinem Stücke zu vergleichen märe». So etwas warmir nie in den Sinn gekommen, und konnte mir niein den Sinn kommen. Ich behauptete nur) daßdie Deutschen Schriftsteller, besonders in der schö-nen Litteratur, sie mochten übrigens so schlecht odervortrefflich sei-n, als sie wollten, seit 17Ü0 die Analo-gien der Hochdeutschen Schriftsprache nicht so einstim-mig und allgemein.befolgten, als ihre Vorgänger von1740 bis 1760; und ich weiß nicht, wie das jemandläugncn kann, der nur einige Bekanntschaft mit unse-rer vaterländischen Litteratur hat. Ich gestehe gern,daß die Schriftsteller nach 1760 einen Vorzug in Anse-hung der Lebhaftigkeit des Ausdruckes vor ihren näch-sten Vorgängern haben; allein man wird mir doch auchzugcbcn müsse», daß sic dieser Lebhaftigkeit und ihrerMutter, der Einbildungskraft, wieder zu viel einräu-mcn, sied« anwcndcn, wo die Natur der Sache diekaltblütige Sprache des Verstandes erfordert, und auchAnweis. z. Oechograph. D d