z.Kap. Von d. Zeichen einz.Sylbenu. Buchstaben.
Das Bindezcichcn, Hyphen, (- oder -)wird gebraucht, theils in gewissen Zusammensetzun-gen, wenn man Ursache hat, sie nicht völlig alsEin Wort zu schreiben, wovon bereits S. ZZ4- f.das Nöthige gesagt worden; theils aber auch,wenn einerlcy Endsulbe, oder in Zusammensetzun-gen einerley bestimmtes Wort in nahe auf einanderfolgenden Wörtern ein Mahl verschwiegen wird:erb-und eigemhümlich, kraft-und saftlos,Hof- und Regierungsrach, hoch- und wohl-geboren , ab - und zuschreiben.
Nahe verwandt ist damit, wenigstens in derGestalt, das Theilungszeichen , wenn man einWort am Ende der Zeile abbrechen muß, wovonbereits S. 290. f. gehandelt worden. Man be-dient sich zu diesem Zeichen am Ende der Zeilen imDeutschen gemeiniglich zweyer Parallel - Striche;wenn man aber ein Wort aus wiffenschaftlicder Ab-sicht in seine Sylben auflöset, so ist auch nur Einerüblich: un-be-stän-dig.
Die kunÄa lllaeresro«.
§. 2. DieTrennungs-puncre ("), anzu-deuten, daß zwey neben einander stehende Vocaleeinzeln, und nicht wie ein Doppellaut gelesen werdensollen, sind nur in fremden Wörtern üblich, da mansie denn alle Mahl über den letzten Vocal setzt: Vir-gils Aenei's, Phaeton. In Deutschen Wörterngebraucht man sie nicht, weil die Verwechselunghier weniger zu befürchten ist: beeinträchtigen,beurlauben. Selbst nicht in fremden, wenn sie