i. Kapitel. Von zusammen gesetzten Wörtern. zo§
gehen und Mann durch die Zusammensetzung injedem Falle anders bestimmt werden. DasjenigeWort, welches auf diese Art von einem andern be-stimmt wird, wird das Grundwort , das be-stimmende aber das Bestimmungswort ge,nannt. Da in der Deutschen Wortfolge die bcstim,menden Wörter in den gewöhnlichen Fällen immervor dem bestimmten hergehen, ein schönes, neuesund großes Haus, bin und wieder gehen,so auch in der Zusammensetzung, wo das Be!-»n,mungswort immer voran stehet, grüngelb, einGelb, welcbes in das Grüne fallt, ein grünlichesGelb; aber gelbgrün, ein Grün, welcher- in dasGelbe fällt, ein gelbliches Grün. Dort ist gelb,hier aber grün die herrschende Farbe. Hierausfolget sogleich, daß Wörter, welche einander nichtbestimmen, auch keineZusammensetzunq ausmachenkönnen. Fürst Bischof, Kaiser König, Erz-herzog Großhcrzog, bestimmen einander nicht,sondern stehen als verschiedene Prädicate bloß inApposition, und können daher auch nicht Fürst-bischof, Kaiserkönig, Erzherzoggroßber-ZSg geschrieben werden, weil sic eigentlich Fürstund Bischof u. s. f. lauten sollten. Allenfallskann man sie zum Zeichen des weggefallenen undvermittelst des Bindezeichens zusammen hängen,Fürst-Bischof, dessen man sich auch in andernähnlichen unechten Zusammensetzungen zu bedieenen pflegt.
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