zog IV. Abschnitt. Orthographie ganzer Wörter.
ihre Frevheit ist darin bey weitem so groß nicht,als sie in der Griechischen Sprache war, wo manmehr der verschönerten Sinnlichkeit, als der Klar«heit und Bestimmtheit des Begriffes folgte; dahersie sclviae durch gewisse Regeln eingeschränkt hat,welche in den neuern Zeiten, wo sich Aufklärung,und folglich auch Bestimmtheit der Begriffe immerweiterverbreiten, nothwendiger werden, als ehe-dem, wo man zufrieden war, wenn man durchdie Zusammensetzung nur einen oder den andernverworrenen Begriff bekam; daher auch manchealte Analogien nicht mehr gebraucht werden kön-nen, neue Wörter nach denselben zu bilden.
Wesentliche Absicht der Zusammensetzung.
H. 4. Das vornehmste Gesetz für die DeutscheZusammensetzung fließt aus der Absicht derselbenher. Es sollen zwey klare Begriffe in einen einzi-gen übergehen; dieses kann nun nicht wohl andersgeschehen, als daß der eine Begriff den andern all-gemeiner!! näher bestimmt, da denn beyde zusam-men nur einen einzigen eingeschränktem Begriffausmachcn. So wird in Festtag der weiteBegriff des Mortes Tag durch das VorgesetzteWort Fest näher bestimmt und auf eine besondereArt von Tagen eingeschränkt, da denn das Ganzesehr wohl in einen einzigen Begriff übergehen kann.So auch in adgehen, aufgehen, ausgehen,durchgehen, eingehen, forcgehen, unter-gchen, Amrmann, Bergmann, Lands-mann, Edelmann, Rriegsinann, Spiel-mann, Handelsmann u. s. f. wo die Wörter