q. Kapitel. Abiheilung der Sylbrn. , zyz
nen Theile sehr bekannt, so folgen Aussprache undSchrift dem Baue des Wortes, Ad-vocar, Af-fect; außer dem aber dem Wohlklange, ahne sichan den Bau des Wortes zu kehren: E-van-ge-lt-mn, pro-so-die, pa-ral-lel. Es hat guchim Griechischen und Lateinischen nicht an solchenetymologischen Wortkünstlcrn gcfchlet, welche hierden Bau des Wortes befolget wissen wollten,pros-odie, Ev-angelmm, par-allel , undda ihnen dieser in den wenigsten Fällen bekanntwar, eine andere Grille ausheckccn, nehmlich die,daß zwey oder drcy Consonanten, welche sich voreinem Vocale aussprechen l -sscn, jvder mit welchenein oder das andere Wort anfängt, zur folgendenSylbe gezogen werden, Ka-dmus> ?l^domcn,«^e-ktor. Man stehet leicht, daß dicß bloß einarmseliger Behelf ist, die Unwissenheit in-Anse-hung des Wortbaües, oft aber auch die Unmög-lichkeit ihn aufzuschließen, damit zu verkleistern.Die Natur befiehlt in einem solchen Falle der Aus-sprache zu folgen, Aad-inus, Ab-do-inen;aber der Pedant wählt eher alles, als Wahrheitund Katur. Indessen ist doch diese abenteuerlicheArt zu theilen bey Lateinischen und GriechischenSprachgelehrtcn fast allgemein geworden, so sehrsie auch wider unsere heutige Aussprache, und ge-wiß auch wider die Aussprache der Alten ist.