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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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276
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r?6 III. Abschnitt. Von den Sylben.

Noch und erweislichen überwiegenden Nutzen un-ternommen werden, und ist vielleicht auch da nichteinmahl rathsam. Da die Sache wichtig ist, undzugleich allen orthographischen Neuerungen im Wegestehet, so muß ich mich ein wenig dabe» aufhaltcn.Ich setze voraus, daß alle unsere Begriffe ursprüng-lich sinnlich sind, und daß in jedem derselben eigent-lich ein sinnliches Bild zum Grunde liegt. Be-trifft der Begriff sinnliche Gegenstände, so kanndas Bild desselben durch die öftere Wiederhohlungso verwischt werden, daß wir es nur sehr dunkelempfinden, und alsdann einen reinen und unsinn-lichen Begriff zu haben glauben. Auf der andernSeite können wir uns durch die Abstraction allge-meine und abstracto Begriffe erwerben, und obdiese gleich auch ursprünglich sinnlich sind, so kön-nen wir doch durch die Abstraction das Bild nachund nach verwischen, und glauben denn auch,einen klaren und reinen unsinnlichen Begriff zu ha-ben. In den gewöhnlichen Fällen, wo der Ve»stand über die Begriffe hinrauscht, ist man mitdem dunkeln Etwas, welches man sich denkt oderzu denken glaubt, zufrieden; aber wenn man denBegriff nur ein wenig klar denken will, so trittnieder ein sinnliches Bild der Sache, oder, in An-/ehung allgemeiner und abstrakter Begriffe, dasBild des geschriebenen Wortes ein. Dadurch un-terscheidet sich nun auch die gelehrte Kenntniß vonder ungelehrten und ganz sinnlichen, indem jenebloß weniger bildlich ist, und wenn sie sich einenBegriff nur klar machen will, sich die Figur deS