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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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266 Hl. Abschnitt. Von den Sylbem

nach von einer Analogie zur andern fortschreitet,daher die Grenzen, wo sich bcydc scheiden, schwan-kend und ungewiß seyn müssen. Hier scheinen diegedehnten Sylben mit vier Buchstaben diese Grenzegewesen zu seyn, daher man in ihnen die Verlän-gerung bald anbrachtc, bald unterließ. Einigekürzere sind dabey freylich leer ausgegangen, z. V.gar, fertig, ich kam, ich war, haben, los,AM; allein dieser sind in der Thal sehr wenige,und denn laßt sich auch von ihnen immer noch einanderer Grund angeben, warum man sie nichtverlängerte; z. B. von kam, haben und war,um der Abstammung willen, weil sie in den übri-gen Zeiten geschärft sind, und folglich kein Deh-nungszeichen bekommen können, kommen, hast,har, harre, geworden. Es kommt noch dazu,baß die wahre Absicht zu manchen Zeiten verdun-kelt wurde; man glaubte, es geschehe bloß um derDehnung willen, und führte die Verlängerung da-her in manchen Wörtern ein, in welchen sie ent-behrlich war. Dahin scheinen z. B. Strahl,schmahl, Schmeer und manche andere zu ge-hören, welche ohnehin Körper genug haben, undwovon die letzter» auch jetzt am häufigsten schmal,Sehmer geschrieben werden, obgleich Strahlsein h noch behauptet.

Wenn und wie sie eiugeführet worden.

§. 21. Aber, könnte man sagen, wenn dasnun ja geschehen sollte, warum ging man dabeynicht einförmiger zu Werke, sondern wählte sovielfache und so ungleichartige Mittel, eine und