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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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r64 III. Abschnitt. Von den Sylben.

Vtrnehmste Abncht derselben.

§. 20. Wenn man nur einen flüchtigen Blickaus die im vorigen beschriebenen Dehnungszeichenwirft", so sicher man sogleich, das? sie immer nurin solchen wichrigernRedetheilen gebraucht werden,welche ohne sie aus zwey, drey, seltener aus vierWuchnaben bestehen, folglich ein gewisses kümmer-liches Ansehen im Verhältnisse zu ihrem Beariffehaben würden. Al. der Fisch, Ale, das Werk-zeug, Ar, der Voael, As, cackavor, Var, tZal>6at ?Ln, die An-en Ban, fal far-err, kal,Iar, Zal, zam, Tal u. s. f. Man vergleichediese Wörter mir den im vorigen Kapitel beschrie-benen geschärten Wurzelsylben, so fällt das Miß-Verhältnis? gegen diese noch mehr auf. Die Syt-hen mit zwey oder drey vermischten Confonantcnam Ende haben schon dadurch eine Act von Voll-ständigkeit, Arzt, Brust ganz, Herz; dieverdoppelten identische» Consonantcn auch, ^all,soli-en sA)wirr-en. Die mit gedehnten Vo-calen sollen mit einer längern Zeitdauer ausge-sprochen werden, und machten dennoch eine sokleinliche Figur gegen jene, kal, Ei, ker-en,lTlel, mcr. Das beleidigte Auge und Verstand,und verursachte ein Mißverhältnis', dem man durcheine unschädliche Verlängerung, durch welche dieAussprache nicht verletzt wurde, abzuhclfen suchte.Dies? ist, wie ich überzeugt bin, die erste und vor-nehmste Absicht dieser Verlängerung, und die Be-zeichnung der Dehnung ist nur ein Nebenzweck.In den wenigen Wörtern, deren Wurzelsylbe sichMit zwey Consonanten schließt, und welche dennoch