2 . Kapitel. Von den Dehnungszeichen. r;;
noch für den größten ?heil der Schreibenden kennt-lich ist. Veraltet sie so, daß sie völlig vergessen,oder die Ableitung dunkel und schwankend wird, sovertauscht man das y wieder mit dem l. So schriebman ehedem, mcyncn, Meyer, abmeyern,Heydc u. s f. Aber, da die Wurzeln langst nichtmehr bekannt sind, so schreibt man jetzt meinen,Meier, Heide. In seyn stehet das y nicht bloßzum Unterschiede von sein, sondern aus eben dem-selben etymologischen Grunde. Die Wurzel lebtnoch in dem Imperative sey, und n ist nur dieAbleitungssvlbe des JnfinitiveS, und da der Im-perativ noch völlig gangbar ist, so behalt man auchdas y billig bc». Daß in den wenigen Wörtern,in welchen man das y sonst nach dem 0 und ltschrieb, jetzt richtiger ein j gebraucht wird, Boj,huj, pfuj, ist schon im vorigen angemerkcl worden.
Hingegen bleibt das gedehnte i, die obigenPronomina ausgenommen, unbezeichnet, so oftes ein Wort oder eine Sylbe anfängt, von welcherArt man denn doch nur die drey, ^lgel, Ise-grimm, und ^Isopp hat, von welchen noch dazudie beyden letzten fremden Ursprunges sind.
Wenn in einem Worte, welches sich auf ieendigt, ein neues e durch die Biegung hinzu kommt,so läßt sich das eine e nicht so unterdrücken, wiebey dem ee, dasRnie, des Rtttees, dieRmee,kmeen. Dle Aiiie, knien könnten zu einerfalschen einsyldigen Aussprache verleiten.