»20
Hk. Abschnitt. Von den Splbeck
Spuren dessAben in andern Sprachen.
§. 7 . Da sich diese Verdoppelung identischerConsonanten nach geschärften Vocalen so ganz aufeine neblige Aussprache stützt, so findet man sel-bige auch in allen Sprachen, welche sich einigerMafien ausgebildet hal>en. In der Griechischen,
«'ri'se^v; hingegen ^ ö-np, «l-rcri^;in der Lateinischen, cura, curo und currv, ^a-lea und§allus, lacer und filccuZ, anus und an-NUL, üinu 8 und fiinna, ssera, serv, loru; und kuira,sicr und ticau5, locer, sociu5 und ibccus, üimound lurnmuL, und hundert andere mehr. Findensich gleich einige, welche in der Verlängerung ver-doppelt werden, aber nicht im Nominative, wierneh me!Ii§, fiel, fein;, tar, lärrft, so rühret dasvermuthlich daher, weil die Römer wenig solchecinsylbige Nennwörter hatten, und daher diese we-nigen vernachlässigten. Wir können aber auchnicht wissen, ob sie nicht diese Wörter im Nomina-tive gedehnt, in den folgenden Casibus aber ge-schärft gesprochen haben, so wie wir grob im No-minative schärfen, in der Biegung aber dehnen,die groben, gröber. Denn daß die Quantitätkein Beweis des prosaischen Accentes ist, darf ichwohl nicht erinnern, ob sie uns gleich jetzt in Er-mangelung anderer VestimmungSgründe zur Re-gel der Aussprache dienen muß. Die Französische,welche unter allen ausgebildeten Sprachen die re-gelloseste Orthographie hat, hat doch noch häufigeSpuren davon aufzuwcisen: amallör, buK'ec, ca-reüer, cirelHw, csmms, Zrossir, cbnsser. Noch