i. Kap. Von der Verdoppelung der Consonantett. -iz
geschehen, lieber den Accent nennen. Die län-gere Verweisung der Stimme auf einem Voealegibt den gedehnten, und die kürzere den ge-schärften Accent. In verlieren haben die ersteund letzte Sylbe den geschärften, die mittlere aberden gedehnten Accent. Da nun. jeder Vocal miteiner von beyden Zeitdauern ausgesprochen werdenmuß, jede Sylbe aber nur Einen Vocal oder Dop-pellaut haben kann, so folgt auch daraus, daßjede Sylbe, sie mag nun für sich allein oder inVerbindung mit andern stehen, entweder gedehntoder geschärft ist; und das gilt so gar von einzel-nen Vocalen, wenn sie z. D. als Viegungs- oderAbleitungssylben eine Sylbe für sich allein ausma-chcn, demNttrnne, die Lieb-e, welche dennallemahl geschärft sind.
Unterschied desselben von dem Tone und derQuantität.
§. 2. Alle Verwirrung zu vermeiden, will ichhiev sogleich den Unterschied des Accentes voneinigen verwandten Begriffen bemerken, welchenur zu oft mit demselben verwechselt werden.Außer der Zeit, welche die Stimme auf jedem Vo-cale verweilet, werden manche Sylben auch nochmit einer gewissen Erhebung derselben ausgespro-chen, welche eigentlich der Ton genannt wird,der von dem Accente ganz unabhängig ist, und sowohl auf eine gedehnte, als geschärfte Sylbe fallenkann. In verlieren und gefallen haben die mit-telsten Sylben den Ton, obgleich die Sylbe indem ersten Vcrbo gedehnt und in dem andern ge-