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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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.2 Kapitel, Von den Consonanten. 207

lassen, und doch könnte dieses nur allein das zzrechtfertigen. Man nehme die verwandten Spra-chen und Mundarten dazu, so wird der Beweis,daß tz aus dem t der Wurzel und dem Z der Ab-leitungcsplbe zusammen gezogen ist, vollständigwerden. Die Niedersachsen machen alle diese In-tensiver, wenn sie selbige in der intensiven Formhaben, auf t-ten, srt-ren, smit-ren; denn vonmanchen haben sie nur die einfachen, sweceit,schwitzen, nicht swlttcn. Die Schweden, Dä-nen und Holländer hingegen, welche den Sause-laut nickt so sehr Haffen, als die Niedersachsen, ihnauch nicht so oft in ein Z verwandeln, als die Ober-deutschen, bilden diese Verba ganz regulär r-ieu,r-, und r-le.

Folgerungen daraus.

§. 40. Ich leite daraus sogleich folgende Re»geln für die Orthographie her.

1. Das tz ist unläugbar aus t und Z zusam-men gezogen, wovon das t zur Wurzel gehöret,welches daher dem Gesetze der nächsten Abstam-mung zu Folge auch geschrieben werden muß. Eskann folglich weder durch ein einfaches Z nochdurch zz ersetzet werden, weil beyde gleich fehler-haft sind. Fallen gleich viele dieser Wörter in dieentfernte Abstammung, indem ihre Wurzeln längstverloren sind, so werden sie durch die gewöhnlicheSchreibart doch noch erhalten, dagegen die Neue»rung den Bau des Wortes ohne alle begreiflicheAbsicht, folglich aus bloßem Frevel zerstöret. Er»