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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
Entstehung
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IK4 H..Abschnitt. Aon den einzelnen Buchstaben.

Ursprung des rh.

§. Zs. Das tl) ist im Hochdeutschen dem Lamenach dem t völlig gleich, und da cs, theoretisch be-trachtet, ein fehlerhafter Ucbcrsiuß ist, einen undeben denselben Laut mit zwcy Zeichen auszudrucken:so haben viele dasselbe für unnütz gehalten, undan dessen Statt überall ein t gebraucht Allein, dasich dieses Zeichen von den frühesten Zeiten an inder Sprache ssndct, und schon im Salischen Gesetze,dem übersetzten Isidor und dem Kero häufig ver-kommt, seitdem auch, aller Veränderungen in derOrthographie ungeachtet, durch alle Jahrhundertehindurch beständig beybehalten worden, der gesun-de Menschenverstand aber, selbst wenn er nach derdunkeln Empfindung der Absicht und Mittel han-delt, sich nicht so leicht einen unnützen Ueberflußzu Schulden kommen läßt: so ist cs der Mühewerlh, die Gründe zu untersuchen, welche dessenEinführung und nachmahlige Beybehaltung ver-ursachet haben. Es stellen sich deren verschie-dene dar.

l. Da das th nur vor und nach gedehnten Vo-kalen gebraucht wird, so könnte es scheinen, daßman es zur Bezeichnung der Dehnung gebraucht;in welchem Falle es denn das älteste Dehnungszei-chen in der Sprache seyn würde. Allein da manin so vielen andern Fällen an keine Bezeichnung derDehnung dachte, und selbst in vielen andern Wör-tern, welche einen gedehnten Vocal haben, z.V. inTod, nur ein t, nie aber ein tl) schrieb: so ver-lieret diese.Vermuchung ihre Wahrscheinlichkeit,