:k 8-S n. Abschnitt. Von den einzrlttkn Buchstaben
Floß, flößen, derSchooß, das Ruß, rußig,der Fuß, Füße, der R!oß, das Nsiaß u. s. f.Dieses ß ist, wie oben gedacht, der Stein des An-stoßes der meisten Oberdeutschen, welche in dem-selben nichts anders als ein s hören wollen; so wieder Schlesier, welche ihn immer gern in ein dop-pelt geschärftes ssvecwandcln, und daher auch denvorher gehenden gedehnten Vocal schärfen, Flüsse,süsse. Dieses einfach geschärfte ß kann nie andersals nach gedehnten Vocalen stehen; wenn daher derVoeal in alten Ableitungs- und Biegungsarten sei-ne Dehnung verliert, so gehet es auch in den dop-pelt geschärften Sauselaut über: sie aßen, aberessen; ich saß, aber gesessen, die Landsassen;lgrcßen, aber fle gossen, gegossen, die Güsse;das Maß, sie maßen, aber messen, gemes-sen ; Fserß, befleißigen , aber beflissen u. s f.Boßbasc und Vsßbeir stammen nicht von böse,sondern von erboßcu her, welches unläugbar dengeschärften Säuseler bekommt, und so lvcrdsn sie aucham richtigsten mit einem ß geschrieben; hingegenist böslich unmittelbar von böse. So wie man-che mit diesem Buchstaben allzu sparsam sind, sosind andere wieder zu freygcbig damit, und schrei-ben istn, wo die gute Aussprache ihn verwirft:preiß, Rreiß, die Rreiße, Eiß, des Eißes,das Looß, die Looße, bedürfen nur ein soder s
2 . Den doppelt geschärften, nach geschärftenVocale», doch nur am Ende einer Sylbe oder voreinem Consonanten. Da das ss, das eigentlicheZeichen des doppelt geschärften s, nicht anders als