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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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»7v ll. Abschnitt. Von den einzelnen Buchstaben.

Gebrauch des h.

§. i;. Das h hat im Deutschen ein doppel-tes Amt, indem cs so wohl für sich allein und indem th als ein stummes Dehnungszeichen gebrauchtwird, als auch seinen eigenen vernehmlichen Lauthat. Don dem th handele ich so gleich im folgen-den, von der übrigen Bezeichnung der Dehnungaber in dem nächsten Abschnitte, daher ich hier nurbei) demselben als einem hörbaren Consonanten ste-hen bleibe. Es wird in dieser Gestalt vermittelsteines merklichen Stoßes der Lunge hervor gebracht,und da dieser Stoß bcy manchen Völkern sehr ge-linde war, wie z. V. bey den Römern und Grie-chen , ss zahlten sie das h auch nicht unter dieBuchstaben. Im Hochdeutschen ist der Stoß merk-licher , obgleich nicht so sehr als bcy den südlichenOberdeutschen, bcy welchen daher das h von einemch wenig unterschieden ist, befooders in der Mitteder Wörter, gcschechen, erficht, für gesche-hen, er sieht. Es stehet so wohl zu Anfänge einesWortes, haben, Haar, hoch, Haus, Han,seesiadt; als in der Mitte, Gheiin, Meiher,Reiher, seihen, fliehen, glühen, blühen,ziehen, Brühe, drohen, Eh?, Uhu, Ahorn;als endlich auch am Ende, wo es aber seiner Na-tur nach stumm ist, und nicht eher gehöret wer-den kann, als bis das Wort am Ende wächst, froh,früh, besser frühe, roh, Floh, Scroh, Schuh.In der Biegung, die frohen, in der Frühe,die Flöhe, Schuhe, ströhern, bekommt esseinen Laut wieder, der eben so bestimmt ist, alszu Anfänge der Sylbe, nur daß die trägen Nie-