s. Kapitel. Von den Tonsonante». 167
alte Titelwort der Kanzelleyen, vesr. ehrenvest,etwa ausgenommen), Festung. Fehde, Fell,Firniß, Fehwamine bekommen jetzt dur.tz-gängig ein f, welches man auch dem alten Fließ,veilus, geben kann, wo es nochvockommt. Auchhier allen durch den Gebrauch einmahl cingeführ-ten Unterschied aufheben wollen, würde nur dieVerständlichkeit und Einheit stören, ohne dafürden geringsten begreiflichen Nutzen zu haben. Daßman fremden Wörtern ihr ursprüngliches v läßt,Vocal, Sclave, activ, passiv, naiv, ver-stehet sich schon aus dem vorigen.
Für daß verdoppelte f hat man ein eigenesZeichen ff. hoffen. Kommen aber durch die Zu-sammensetzung zwey f zusammen, so erfordert dieVerständlichkeit, sich dieses Zeichens nicht zu bedie-nen, sondern dafür zwep einzelne f zu schreiben,auffahrm , nicht auffahren.
Gebrauch des g.
§. kz. Das I ist der mittlere Laut seiner Nasse,welcher härter lautet, als j, uud weicher als k.Obgleich ein nur mittelmäßiges Gehör diesen Un-terschied leicht empfindet und beobachtet, so fällt erdoch manchen Provinzen sehr schwer, und das istdenn die Ursache, daß dieser Vuchstab sowohl fürdie Aussprache als Schrift einer der schwankend-sten ist. Die Oberdeutschen Mundarten verwan.deln ihn, bey ihrer Härte und Vorliebe zur Stärke,bald in cl) bald in k, Glaube, Tag, wie ChiaubeoderAlaube,' Tak; dagegen die weichlichen Nier