Druckschrift 
Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
Entstehung
Seite
160
Einzelbild herunterladen
 

16 v II. Abschnitt. Von dm einzelnen Buchstaben.'

z. In völlig fremden Wörtern, es seyn nuneigene Nahmen oder GatlungSwörter, wo man esin allen denjenigen beybehält, welche es in ihrerSprache hergebracht, und ihr fremdes Kleid nochnicht ganz abgelcget haben, es mag nun wie k oderz lauten müssen: Clausm', Client, Sclave,Clavier, Specrakcl, (wo die Deutsche Endungei ein k erfordert, und so in allen ähnlichen Fäl-len), Caro, Casar, Cricon, Cicero, Ly-presse, Citrone, Cybele. Ich habe von diesernothwendigenBcvbehaltung der ausländischen Formschon im vorigen gehandelt, und halte mich daherhier nicht weiter dabey auf. Ich bemerke nur noch,daß Register und alphabetische Werke, deren Ver-fasser allen Neuerungen nachjagen, und besondersfür C ohne Uebcrlegung und Verstand immer Aund; schreiben, für den verständigen Mann, dersich nicht ohne überwiegende Gründe von dem Ge-brauche entfernet, völlig unbrauchbar werden, in-dem er cs bald übcrdrüßig wird, die Zeit mit un-nützen Aufsuchen und Blättern zu verderben, ohnedurch etwas für diese Neuerungen schadlos gehal-ten zu werden.

Gebrauch des ch.

§. 8- Das ch ist ein zusammen gesetztes Zei-chen eines einfachen Lautes, welcher eigentlich einverstärkter Hauchlaut ist, und schon bey den-'mern die Stelle des Griechischen ^ vertreten mußte,zumahl da auch dieses eigentlich ein verschlungenesdoppeltes Zeichen ist. Daß der Laut, welchen esbezeichnet, einfach und nicht gedoppelt ist, erhellet