7- Kap. Otthogr. fremder Nahmen und Wörter. 125
wie dll sprichst. Die wenigen, welche dieseWörter in ihrer eigenen Schrift zu sehen bekom-men, und welchen diese Schreibart ein Anstoß seynkönnte, kommen gegen di: große Anzahl der übri-gen in keine Betrachtung. Und denn kann amEnde auch der Anstoß so groß nicht seyn, weil siean diese Formen schon aus der Lateinischen Spra-che gewöhnet seyn müssen. Indessen gibt es v'rlevermittelst des Lateincs zu uns gekommene Wör-ter, welche, der Aussprache unbeschadet, auf Grie-chische Art, folglich Statt des c mn einem k ge-schrieben werden können: katholisch, Rritlk,Rarheder, kanonisch, Katechismus, Ra-rharina, Radmus, welche inan sonst carho?lisch, Critik u. s. f. schrieb. Die erste Schreib-art ist seit einiger Zeit unter dem gelehrten Theileder Schreibenden sehr gangbar geworden, dage-gen der ungelehrtere, obgleich übrigens gesittetereund feinere Thcil, der altern Schreibart folgt undfolgen muß, weil die Griechische Sprache für ihnunter die unbekannten gehöret. Die Wahrheit zugestehen, glaube ich nicht, daß der gelehrte Standzu dieser Absonderung berechtiget gewesen ist. Ermacht gegen die übrigen Glieder der obern Classennur den kleinsten Theil aus, hat folglich an derAusbildung der Sprache nur den geringsten An-theil. Es ist ein Docurtheil, wenn er sich mehrbeyleget, oder wohl gar glaubt, daßcressey, derdie Sprache gebildet habe. Die möglichst leichteVerständlichkeit gewinnet nichts, man mag katho-lisch oder catholisch schreiben, kann aber wohlfür den ungelehrtem Theil verdunkelt werden, weil