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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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7. Kap. Otthogr. fremder Nahmen und Wörter, np

möglichste Verständlichkeit. Soll diese erhaltenwerden, so muß das fremde Wort auch im Deut-schen seine eigenthümliche Gestalt behalten, weilzweyerley Schreibarten nothwendig Dunkelheit undJrrthum verursachen müssen. Wer Aapadschiogeschrieden findet, wird nicht wissen, was er liefet,sondern erst lange herum rächen, und sich daSWort erst in Gedanken nach seiner wahren Schreib-art Capaccio hinschreiben müssen, ehe er weiß,was es für ein Nähme ist. Die verschiedeneSchreibart störet hier die möglichst leichte Verständ-lichkeit eben so sehr, als verschiedene Schreibar-ten eines und eben desselben Deutschen Wortes.Aber, wendet man dagegen ein, durch diese Schreib-art wird der Unkundige zu einer falschen Ausspra-cheverleitet. Immerhin, ist er der fremden Spra-che ganz unkundig, so gewinnet die Verständlich-keit für ihn nichts, er mag das Wort richtig oderfalsch aussprechen. Der Nachthcil ist wenigstensunendlich geringer, als ein Wort, um des Un-kundigen willen, selbst dem bessern Kenner zu ver-dunkeln. Ueberdieß ist die Hochdeutsche Schrift-sprache sine Sprache der obern, nicht der ganzunwissenden untern Elaffen, welche sich eigentlichgar nicht mit fremden Wörtern und Nahmen be-mengen sollten. Für diese ist Voltaire nicht; mö-gen sie doch seinen Nahmen immerhin falsch aus-sprechen, so ist das immer noch das geringste Ue-bel, was er unter ihnen anrichten kann.