7. Kap. Orthogr. fremder Nahmen und Wörter. m
Anmerkung über das Französische c.
§. 2. Da in manchen Französischen Nahmenein ^ vonkommt, die Deutsche Schrift aber diesenBuchstaben nicht kennet, so kommt man oft in Ver-legenheit, und weiß sich nicht anders zu helfen,als daß man entweder ein ausländisches c mit indie Deutsche Schrift mengt, oder dafür ein Z ge«braucht: Cap Francois, Curazao. Alleindcm erste Mittel beleidigt Auge und Geschmack ebensosehr, als wenn .man einen Hebräischen oderGriechischen Buchstaben mit unter die Deutschenmengen welke; das zweyte aber verletzt die Ausspra-che. we.ldas c der Franzosen nichts weniger als einZ ist. Der schicklichste Deutsche Buchstab dafür istvielmehr nach einem gedehnten Vocale und einemConsonaiucn das ss und nach einem gcscharftenVoca-le ss: Fasse, Fasson, Cap Lranssois, Curassro.
Nach was für Analogien die fremden Wörter zuschreiben.
§. ^Von größerer Wichtigkeit ist die Fe ige,nach was für Analogien diese Wörter geschriebenwerden müssen, und zwar besonders: i.Ob mansie so schreiben müsse, wie sie im Deutschen gespro-chen werden, oder ob man ihre cigenthümlicheSchrift und Aussprache befolgen müsse Kanzel,Dizrer, Pöbel, oder Lance!!, wejssp, Po-pel'? 2. Ob man die Wörter aus solchen Spra-chen, welche anders sprechen als schreiben, nachder Aussprache, oder nach der in ihrw Spracheüblichen Art z» schreiben, schreiben müsse: 2 ',a-rvallrer, Schmie, oderCavalliep, Genie?