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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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,ar I. Abschnitt. Allgemeine Grundgesetze.

wieder, Ton und Thon, daß unddas, seyrrund sein. Wenigstens findet man diesen Grund-satz schon sehr frühe in den Deutschen Orthogra-phien aufgestcllet. Der erste mir'bekannte Deut-sche Sprachlehrer, der ihn ausdrücklich vorschreibt,ist Johann Werner, dessen richtige Anwei-sung zuc Temschcn und Lateinischen Or-thographie zu Alienburg 1629 heraus kam,wo d.r Beef.isser in einem eigenen Kapitel vonerlichen Wörtern fiandelt^ welche in der auß-sprcchnng einander ähnlich, im schreibenaber und in der srgnificarion einander un-gleich. Und seit dieser Zeit haben alle Lehrer derOrthographie auf diesen Unterschied gedrungen, undMittel angegeben, dergleichen-Wörter durch dieSchnft zu unterscheiden. Man irret daher sehr,wenn man, wie gemeiniglich geschiehet, diesenGrundsatz für Gottscheds Erfindung ausgibt,da er dabcy doch weiter nichts rhat, als daß erbloß dem schon von seinen Vorgängern gebahntenWege folgte.

Warum sie nicht anwendbar ist.

§. 4. Allein so philosophisch und besondersLeibnitzisch auch der Satz klingt, so gibt esdoch mehr als Eine Ursache, warum er nicht aus-führbar ist. Denn.

i. Das Gesetz schrankt die Unterscheidung sehrrichtig auf selche Wörter ein, welche nicht von ein-ander abstammen, folglich auf Wörter verschiede-ner Herkunft; weil eine andere und höhere Regelwill, daß Wörter Eines Stammes auch auf einer-