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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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§4 I. Abschnitt. Allgemeine Grundgesetze.

ober nach einem geschärften Vocale anstatt- deSkk, das y aber alsdann gebraucht wird, wenndie nächste Abstammung ein rs erfordert.

Wie fern der Gebrauch schwankend und irrigseyn kann.

§. 7. Da sich der Gebrauch bloß auf das dun»kele Gefühl der Absicht und Mittel gründet, die-ses aber weder zu allen Zeiten noch bey allen Per-sonen gleich rein und wirksam seyn kann, so wärees leicht möglich, daß derselbe in der Anwendungauf einzelne Fälle irrete, und daß ein Theil derSchreibenden ein Wort so, ein anderer es andersausdruckte. Aber es gibt noch einen andern Grund,warum manche Fälle in der Sprache, und folglichauch in der Orthographie unbestimmt und schwan-kend sind, und seyn müssen. Die Natur gehetin der Sprache, so wie überall, nur unvermerkt voneiner Analogie zur andern, und da muß denn dieGrenze, wo sich eine Analogie in die andere ver-lieret, nothwendig schwankend und ungewiß seyn.Es verstehet sich, daß ich hier immer einerley Aus-sprache voraus setze; denn wo diese bestimmt undallgemein ist, da ist auch der Fall entschieden, undnichts weniger als schwankend. Gesetzt die Hoch-deutsche Orthographie verlangte nach gedehnfenVocalen vor den vier flüssigen Buchstaben l, m, n,r ein l), um die Dehnung für die Provinzen destoschärfer zu bezeichnen, so braucht verlieren diesesh nicht, weil das ie die Dehnung schon hinläng-lich bezeichnet; aber in verlohren kann bas hnothwendig scheinen, weil dass kein anderes Zei-