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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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». Kapitel. Bezeichnung des Gehörten. 4 r

allen diesen kleinen Mängeln bcybehalte», zu einemdeutlichen Beweise, daß sie von keinem wesentli-chen Nachtheile für das Ganze scyn können; undso viel ich weiß, hat sie sich immer wohl dabey be-funden. Soll das Lateinische Alphabet den Deut-schen Sprachlauten so vollkommen angepasset wer-den, daß jeder bestimmte Laut sein eigenes einfa-ches Zeichen, und auch nicht mehr als Eines be-käme, so müßten Buchstaben weggeworfen, neueerfunden, und andere anders gebraucht und be-stimmt werden; und eine solche gänzlicheUmande-rung würde mehr und größere Nachtheile "haben,als das gegenwärtige Mißverhältnis Ich willnur einiger der vornehmsten gedenken, a) Natür-lich müßte diese Veränderung zunächst auf dieSchriftsprache gerichtet werden, und auf diese zie-len auch alle Vorschläge dieser Art ab. Aber nunkommen tausend Fälle vor, in welchen doch auchdie provinziellen Mundarten geschrieben werdenmüssen. Diese müßten entweder das gegenwär-tige Alphabet mit seinen Mängeln behalten, oderjede müßte dasselbe auf eben dieselbe Art nach ih-rer Aussprache umformen. Im letzten Falle würdeman im Deutschen so viele verschiedene Alphabetebekommen, als es Mundarten gibt; in jedem Falleaber würde die allgemeine Verständlichkeit derSchriftsprache gar sehr gehindert und erschweretwerden; dagegen unsere Schriftzeichen alle Mund-arten nothdürflig bezeichnen können, k) Die Ein-führung neuer Buchstaben hat ihre eigenen Schwie-rigkeiten, deren ich schon oben gedacht habe. Sollsie mit einiger Hoffnung des guten Erfolges un-