«r I. Abschnitt. Allgemeine Grundgesetze-
ich nicht, was noch ferner für Unbequemlichkeitendaraus entstehen könnten; denn die Gewohnheitwird sehr bald zur andern Natur. Ausländer,welche die Deutsche Sprache erlernen wollen, kön-nen sich daran nicht stoßen, weil der Deutsche, derihre Sprache erlernen will weit größere Schwie-rigkeiten zu überwinden findet, und sie dennoch sehrbald übersteiget. Z. Manche dieser scheinbarenMängel haben wieder für die nächste Abstammungihren Nutzen, und scheinen durch dieselbe veran-lasset zu seyn, wie z. B. der Gleichlaut des ä undtiefen e, des «Hs, ks und x. Doch davon im fol-genden bey den einzelnen Buchstaben.
Ob es eine völlige Umänderung unserer Schriftzeichennothwendig macht.
§. it. Wenigstens sind diese Mängel nichtvonder Wichtigkeit, daß sie eine gänzliche Umände-rung unserer Schriftzeichen nothwendig machenkönnten, wie von vielen behauptet worden. MeineGründe sind folgende, i. Das dunkele Bewußt-seyn der A'sicht und Mittel, von welchem allesVeränderliche in den Sprachen hcrrühret, kann inder Anwendung in einzelnen Fällen irren; aber imGanzen ist es fest und sicher. Diese Mängel konn-ten demselben nicht unbekannt seyn, wie aus denniancherley Veränderungen erhellet, welche dieDeutsche Orthographie von den frühesten Zeiten anerlitten hat, und welche zum Theil durch diesesMißverhältniß der Schriftzeichen zu den Tönen desMundes veranlasset wurden. Allein dessen unge-achtet hat die Nation diese Schriftzeichen mit