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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
Entstehung
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2. Kapitel Bezeichnung des Gehörten. ;r

nun das dunkele Gefühl der Absicht und Mittel,das allgemeine Grundgesetz, schreib w»e dusprichst, durch den Benutz eingeschränkt: hochnur Bezeichnung der nächsten Abstammungfür das Auge, wenn die Ansprache sieverloren har, weil die individuellen Umstänoeder Sprache in Vergleichung mit ihrer wesentlichenAbsicht, der allgemeinen Verständlichkeit, dieseEinschränkung nothwendig machten. Dadurchwird nun die nächste Abstammung, wenn auch dieAussprache sic langst verlassen hat, in der Schrift im«mer noch eine Zeit lang erhalten,wenigstens so lange,als sie zur Verständlichkeit noch nothwendig ist.Verlieret sich ein Wort mit der Zeit aus der Sprache,oder es wird durch die Länge der Zeit so verunstal-tet, daß dessen ursprüngliche Bedeutung zur Ver-ständlichkeit nichts mehr bcytragen kann, sonderndasselbe für ein Wurzclwortgilt, so tritt auch dasGrundgesetz wieder in seine Rechte ein, und dieSchrift nähert sich der Aussprache soweit als esnöthig ist. Wer sich die Mühe nehmen will, dieGeschichte der Orthographie Einer dieser Sprachen,z. B. der Französischen, nur seit einem Jahrhun-derte zu untersuchen, wird die Bestätigung davonfinden. Diese Abweichung der Schrift von derAussprache, oder vielmehr, diese Bezeichnung devnächsten Abstammung durch die Schrift, wenn dieAussprache sie verloren hat, ist zugleich ein Mit-tel, den raschen Veränderungen der letztern Ein-halt zu thun, und ihren schnellen Fortschritt zumäßigen, weil das Auge unaufhörlicd den Mundwiderlegt, und ihn, wenn ich so sagen darf,-