»8 l. Abschnitt. Allgemeine Grundgesetze.
Wie fern dasselbe nachteilig iss, §- >o.
Ob es eine nötige Umänderung unserer Schclftzeichcnnotwendig macht, §. n.
Nähere Bestimmung des ersten Grundgesetzes der Schrift,
§. >?.
Nothwendigkeit dieses Gesetzes.
Z. i.
wie du sprichst ist das höchste undvornehmste, und wenn man die folgendennähern Bestimmungen dazu nimmt, auch das ein-zige Grundgesetz für die Schrift in allen Sprachen.Ein anderes ist auch nicht wohl möglich, weil esunmittelbar aus der wesentlichen Absicht der Spra-che herfließt. Diese ist bey der mündlichen Rede,seine Gedanken dem Anwesenden hörbar zu ma-chen , daher heißt ihr Grundgesetz : sprich wiedu denkest. Die Absicht der Schrift ist, diesehörbar gemachten Gedanken dem Auge des Ab-wesenden sichtbar darzustellen, damit er sie, wonicht dem Hhre, doch dem Verstände wieder hör-bar machen, und durch dieses Mittel wieder ebendieselben Gedanken bey dem Lesenden erweckenkönne, welche der Schreibende hatte. Ihr Grund-gesetz kann also kein anderes seyn, als: schreib wiedu sprichst, und man kann ohne Gefahr zu irren be-haupten, daß dieses Gesetz in der Schrift aller Spra-chen zum Grunde lieget, weil es unmittelbaraus dem dunkeln Bewußtseyn der Absicht undMittel folgt.