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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
Entstehung
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i. Kapitel. Gebrauch der eingef. Schriftzeichen. 2 z

gen Mönche in den Klöstern zu den Abschriften derBücher bedienten, von welchem Umstande sie dennauch den Nahmen der Mönchsschrifc bekom-men hat. Man nennet sie auch die Gschische;allein, da sie bey den Gothen nie üblich gewesen,dieses Volk auch bereits vergessen war, als sie ent-stand, so kann sic diesen Nahmen nur in so fernführen, als man überhaupt den Geschmack derMittlern Zeit an den eckigen und krausen Zierra-then , der sich noch an alten Gebäuden erhaltenhat bcir Gschischen zu nennen pflegt. DieseSchrift war im i4ten und i;ten Jahrhundertein ganz Europa in den Handschriften der Bücherüblich; als daher die Buchdruckerkunst erfundenward, so ahmete man sie auch überall in,den ge-druckten Büchern nach,

Ihre Schicksale.

§. z. Allein so wie der Geschmack sich immer mehrlauterte und verfeinerte, so lernte man nach undnach auch das Widerwärtige an den eckigen Schrift-zeichen empfinden, und näherte sich wieder derrunden Römischen Current-Schrift, so wie sie zuden blühendsten Zeiten Roms etwa mochte ftyn ge-staltet gewesen. Am ersten geschähe solches inItalien, weil man hier am ersten wieder zu demguten Geschmacke Roms zurück kehrte, woraufFrankreich nebst dem übrigen westlichen Europa,und endlich auch England und die Niederlande nach-folgten. Ueberall geschähe es nur nach und nach;erst wandte man sie nur in Lateinischen Büchern