i. Kap. Gebrauch der eingef.-Schriftzeichen.
das u) Daher wird eine Nation allemahl lieberdie kleine Unbequemlichkeit, einen einfachen Lautmit einem qedoppelten Zeichen auszudrucken, diedenn im Grunde sehr unbedeutend ist, ertraq-m,als sich zu einer solchen Ungestalt entschließen. DieErfahrung hat das mehr als einmahl bestätiget.Als die Angelsachsen das Römische Alphabet an-nahmen, vermehrten sie dasselbe anfänglich mitdem Griechischen G, einen gewissen zifcbenden Lautdes r damit zu bezeichnen. Allein so bald die Na-tion einen merklichen Grad des Geschmackes er-reichte, stieß sie den Zwitter wieder aus, und wähltewieder ein zusammen gesetztes Zeichen, das rst, sowenig es auch dem Laute angemessen ist, um dasVerhältniß der Schriftzüge gegen einander nicht zuunterbrechen. Muß nun in einem solchen Falle,der wirklich Grund für sich hat, die Bequemlich-keit dem Geschmacke weichen: so darf man nochweniger befürchten, daß manche andere Vorschläge,geringere Convenienzen, als z. B. den Ton unddessen verschiedene Arten zu bezeichnen, Beyfall fin-den werden. Viele sind darin so weit gegangen,daß ihre vocgeschlagenen neuen Buchstaben das Al>phabet bis auf ein halbes Hundert Schriflzeichcnund oft noch mehr erhöhen würden, ohne zu be<denken, daß bey einer solchen Menge von Buch-staben der Mechanismus des Setzens indenDrucke-reycn außerordentlich würde erschwert, wo nichtgar unmöglich gemacht werden. Die Natur liebtimmer das Einfache, und erduldet hier manche kleineUnbequemlichkeiten gern, so lange sie nicht erweislicheinen nachthciligen Smfluß in das Ganze haben.