i.Kap. Gebrauch der ekiiges. Schriftlichen« >§
Gallien einen Hähern Grad der Cultur annahm,so waren sie auck die ersten, welche das Bedarf,nis; des Schreibens sühlren, und sich zu dessen Be-friedigung der Römischen Currentstbrift bedienten.Die Sache hatte ihre Schwierigkeit, weil die rau-hen Fränkischen ?ö >e zu den RömisH-n Zci-omnicht paßten, daher auch Chilpcnk schon aufden Gedanken kam, drey neue-Zeichen für so vielFränkische Laute einzuführcn*), welches aber ohneErfolg blieb, daher man sich nachmahls auf an-dere Art mußte zu helfen suchen, besonders durchZuiamm nsttzung einfacher Römischer Buchst den,um gewisse Deutsche Töne, welche in der RömischenSckrifc kein einfaches Zeichen finden, dadurchauszudrücken. Da nun die Franken das LateinischeAlphabet mit allen dazu gehörigen Buchstaben, sowie sie es in Gallien fanden, annahmen, so er-hellet daraus, daß kein Buchstab mehr oder weni-ger Deutsch ist, als verändere. Man hat mehr-mahls gesagt, c sei) kein Deutscher Buchstab. ImGrunde ist kein einziger Buchstab Deutsch, denn siealle sind Römisch. Was aber das c betrifft sowurde es mit den übrigen zugleich angenommen,und anfänglich nach Römischer Art sehr h äufig ge-braucht, bis man es nach und nach in vielen Fal-len durch das k ersetzte. Auch dieses k befand sichdamahls schon in der Römischen Currentschrift, da-her es ungegründet ist, daß die Deutschen es un-B 2
i *) S. von diesem mißlungenen Versuche mein Lehrge-bäude, Th. 2, S. 6? s. f.