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Einleitung.'
In der engern und gewöhnlicher« Bedeutung kanndas Wort sowohl objektive als subjective genom-men werden. In jenem Falle ist es die Wissen-schaft, eine Sprache und ihre einzelnen Laute mitden eingefährten Schriftzeichen richtig zu schreiben;in dem zweyten aber die Fertigkeit, die Wissen-schaft in den verkommenden Fällen gehörig anzu-wenden und auszuüben, welche folglich die Wis-senschaft voraussetzt. Es verstehet sich, daß wirdas Wort hier nur in der engern objektiven Be-deutung nehmen, so wie schon Ouintilian csnahm, der daher die Orthographie durch reüelLribenäi lcicmiam erklärete.
Das Wort ist, wie bekannt ist, Griechisch,daher man mehrmals versucht hat, es durch eingutes Deutsches zu ersetzen. Allein, es ist mitneuen Kunstwörtern eine eigene Sache; wenn sieden verlangten Begriff nicht völlig klar und be-stimmt ausdrücken, und daher nicht geschickt sind,alle nörhige Veränderungen und Biegungen anzu-nehmen, so thut man immer besser, man behältdas fremde, weil in demselben der Wortverstandnicht so klar hervor sticht, als in dem einheimischen,daher es bequemer ist, einen jeden Begriff anzu,nehmen. Das gewöhnlichste Deutsche Wort, wel-ches man für Orthographie zekgebrauchcn pflegt,ist Rechtschreibung. Dieses ist nun zwar nichtvöllig analogisch gebildet, indem das Verbale dieSchreibung ungewöhnlich ist; allein cs würdesich dessen ungeachtet dulden lassen, wenn es nurnicht größere Mängel hätte. Aber so ist es, we-